Psychosen: wer hat Angst vor CBD?

Psychosen sind ein ernstes Thema! Weltweit erkranken zwischen 3 und 4% der Bevölkerung im Laufe des Lebens an einer Psychose. Das kann Wahnvorstellungen, Denkstörungen und Schizophrenie bedeuten. Und die Konfrontation mit starken Psychopharmaka!

Ich denke, es gibt Alternativen in der Behandlung, die man in Betracht ziehen kann: die Cannabis-Extrakte, die schon seit Jahren bei den verschiedensten Leiden erfolgreich eingesetzt werden. Es geht um Cannabidiol (CBD), ein Stoff, der aus der Hanfpflanze gewonnen wird.

by Jona Decker

CBD Psychose

Nachdem mir eine neue Studie zur Bildgebung im Gehirn in die Hände fiel, die darauf hinweist, dass eine einzige Dosis CBD die Symptome von Psychosen verringern kann, habe ich mich mehr damit beschäftigt und auch andere wissenschaftliche Arbeiten herangezogen.

Das Ergebnis erfährst du, wenn du weiterliest!

Was ist eine Psychose?

Die Psychose ist keine isolierte Krankheit, sondern eher eine Gruppe von Krankheitssymptomen. Der Betroffene zeigt Bewusstseinszustände, die nicht mehr in der Realität verwurzelt sind oder auf realen Wahrnehmungen basieren.

Während einer Psychose kann das Individuum halluzinieren, zum Beispiel Dinge sehen, hören oder riechen, die nicht existieren. Es kommen auch Wahnvorstellungen vor und der feste Glauben an Irrationales, von dem sich der Patient auch nicht abbringen lässt.

Dies zeigt sich unter anderem in Angstzuständen oder krankhaften Verdächtigungen. Diese Symptome treten oft zusammen mit kognitiven Störungen wie zum Beispiel gestörten Gedanken oder Konzentrationsschwierigkeiten auf.

Eine Psychose kann mehrere Ursachen haben. Die häufigsten sind:

  • Hirnverletzungen
  • extremer Stress
  • Traumata
  • Drogenkonsum
  • Schlafentzug
  • andere psychische Erkrankungen (Schizophrenie oder bipolare St√∂rungen).

All dies kann zu einer extremen Belastung¬†nicht nur f√ľr den Erkrankten, sondern auch f√ľr das ganze famili√§re und berufliche Umfeld¬†werden.

Wie sieht die konventionelle Behandlung von Psychosen aus?

Das Mittel der Wahl sind oft Antipsychotika. Diese wirken zwar bei psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie, aber sie können selbst keine psychischen Grunderkrankungen behandeln oder heilen.

Ihre Anwendung ist zwar weit verbreitet, aber umstritten. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt sie nicht, mit Ausnahme von Clozapin, das unter besonderer Aufsicht eingesetzt werden darf, wenn auf andere antipsychotische Medikamente nicht reagiert wurde. 1)WHO – World Health Organization, Antipsychotic medications for psychotic disorders, 2012

Teilweise kommen auch Neuroleptika, die die typischen Beschwerden reduzieren und den psychischen Zustand des Patienten positiv beeinflussen oder Antidepressiva und Lithium zum Einsatz.

In akuten Stadien erfolgt oft eine Einweisung in eine Spezialklinik.

Wie wirkt CBD bei Psychosen im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten?

Die traditionellen Antipsychotika wirken, indem sie auf die Freisetzung bestimmter Neurotransmitter im Gehirn abzielen, vor allem Dopamin. Dies basiert auf der Annahme, dass ein Überschuss an Dopamin im Gehirn psychotische Symptome verursacht. Bei einigen psychotischen Patienten wird die Dopaminproduktion jedoch als relativ normal eingeschätzt.

W√§hrend man fr√ľher annahm, dass CBD keine pharmakologische Wirkung hat, ist man heute etwas weiter. Verschiedene Studien an Tieren und Menschen scheinen darauf hinzuweisen, dass h√∂here CBD-Dosen Symptome der Psychosen¬†sehr wohl reduzieren¬†und das Risiko einer Erkrankung senken k√∂nnen.

2018 wurden am Institut f√ľr Psychiatrie, Psychologie und Neurowissenschaften am King’s College in London Hirnscans von Erkrankten durchgef√ľhrt. Eine Gruppe hatte eine¬†600 mg Dosis CBD¬†erhalten, die andere ein Placebo.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Gehirne derjenigen, die eine Dosis CBD eingenommen hatten, weniger schwere Anomalien zeigten als die Gehirne derjenigen, die ein Placebo eingenommen hatten, was darauf hindeutet, dass CBD die abnorme Aktivit√§t in den Schl√ľsselbereichen des Gehirns „zur√ľcksetzt“. 2)Sagnik Bhattacharyya, MBBS, MD, PhD et al., Effect of Cannabidiol on Medial Temporal, Midbrain, and Striatal Dysfunction in People at Clinical High Risk of Psychosis, JAMA Psychiatry, 2018

Das Fazit der Studie:

‚ÄúCannabidiol kann Ver√§nderungen der parahipocampalen, striatalen und Mittelhirnfunktion, die mit dem CHR-Zustand verbunden sind, teilweise normalisieren. Da diese Regionen kritisch f√ľr die Pathophysiologie der Psychose sind, k√∂nnte der Einfluss der CBD an diesen Stellen den therapeutischen Effekten auf die psychotischen Symptome zugrunde liegen.‚ÄĚ (√úbersetzung des Autors)

Wenn diese Erkenntnisse reproduzierbar sind, eröffnen sich komplett neue CBD-basierte Behandlungsmethoden.

Eine andere Studie aus 2012 verglich CBD mit Amisulprid (einem Stoff zur Regulierung des Dopaminspiegels) und fand heraus, dass beide einen ähnlichen Effekt auf psychotische Symptome hatten, CBD aber mit weniger Nebenwirkungen. 3)F M Leweke, Cannabidiol enhances anandamide signaling and alleviates psychotic symptoms of schizophrenia, Translational Psychiatry, 2012

Endocannabinoid-System

Welche Rolle spielt das Endocannabinoid-System?

Man tut dem k√∂rpereigenen Endocannabinoid-System (ECS) unrecht, wenn man es nur mit Cannabis in Zusammenhang bringt. Cannabis und die CBD-Extrakte wirken zwar auf das ECS, aber es ist f√ľr weit mehr Funktionen im K√∂rper verantwortlich, wie zum Beispiel:

  • Appetit und Verdauung
  • Immunfunktionen
  • Entz√ľndungen, einschlie√ülich Neuroinflammation
  • Stimmung und Lustempfinden
  • Schlafen
  • Fortpflanzung/Fruchtbarkeit
  • Regelung der K√∂rpertemperatur
  • Ged√§chtnis
  • Schmerz

Das ECS ist vergleichbar mit einem Cockpit, aus dem sehr viele Körperfunktionen und das gesamte Gleichgewicht gesteuert wird. Dabei helfen Cannabinoidrezeptoren, von denen alle Wirbeltiere (mindestens) zwei Arten besitzen:

  • CB1, der sich im Zentralnervensystem¬†(Gehirn und R√ľckenmarksnerven) befindet.
  • CB2, das sich im peripheren Nervensystem (Nerven in den Extremit√§ten), im Verdauungssystem¬†und in spezialisierten Zellen des Immunsystems¬†befindet.

Es wird angenommen, dass Cannabinoidrezeptoren zu den häufigsten in unserem zentralen Nervensystem gehören. Einige Forscher vermuten, dass wir auch einen dritten, unentdeckten Rezeptor haben könnten.

Die Rezeptoren steuern die K√∂rperfunktionen¬†unter anderem √ľber Neurotransmitter, die dann eine gesunde Balance herstellen.

Welche Nebenwirkungen können Cannabinoide haben?

Was sind die Nachteile von CBD? Die Gefahr einer √úberdosierung ist es eher nicht. Man m√ľsste schon 30 Gramm CBD-√Ėl auf einmal trinken,¬†um sch√§dliche Wirkungen im K√∂rper hervorzurufen.

Ein m√∂gliches Problem besteht darin, dass CBD das Potential hat, die Verarbeitungsgeschwindigkeit von 60%¬†der √ľblichen Medikamente zu verlangsamen (also die Dosis zu erh√∂hen).

Das gilt f√ľr Antipsychotika, Opioide, Antibiotika oder Herzmedikamente. Auch der umgekehrte¬†Fall¬†ist m√∂glich: n√§mlich dass CBD den Metabolismus beschleunigt und andere Medikamente schneller abgebaut werden.

Ich empfehle daher,

  1. ein gutes und verlässliches CBD-Produkt auszuwählen Рich gebe weiter unten einige Empfehlungen ab.
  2. die Einnahme und Dosis mit einem Arzt oder Apotheker abzusprechen, wenn du noch dauerhaft andere wichtige Medikamente einnimmst.
  3. dass Schwangere und Kinder unter 2 Jahren von CBD Abstand nehmen.

Die sonstigen Nebenwirkungen¬†von CBD sind eher gering: M√ľdigkeit, leichte √úbelkeit k√∂nnen durchaus mal auftreten.

Wie nimmst du CBD am besten ein?

Der Markt bietet eine sehr gro√üe Vielfalt: CBD als √Ėl, in Lebensmitteln, Getr√§nken, zum Rauchen und Inhalieren, als Cremes, als Kapseln oder Pillen und noch mehr.

Ich pers√∂nlich stehe auf das √Ėl. Es ist ganz einfach am vielseitigsten verwendbar. Du kannst es wohldosiert unter die Zunge tr√§ufeln, sodass es sehr schnell wirkt. Oder du kannst es dir selbst ins Essen oder in einen Saft mischen.

Du kannst es sogar auf deine Haut einreiben, wenn die Anwendung lokal und oberflächlich erfolgen soll.

CBD-√Ėl¬†ist die beliebteste Variante¬†und bietet die gr√∂√üte Auswahl. Wie lange du es nimmst, musst und kannst du selbst entscheiden: entweder kurzfristig¬†bei akuten Beschwerden oder √ľber einen¬†l√§ngeren Zeitraum, als Behandlungsmethode einer spezifischen Krankheit.

Viele nehmen das CBD dauerhaft, da es Рwie oben erläutert Рeinen wohltuenden Effekt auf das körperliche, innere Gleichgewicht hat.

Was solltest du bei der Dosierung beachten?

Wie gesagt: eine Überdosierung ist kaum machbar. Ich empfehle zum Einstieg niedrig zu beginnen um deinen Körper daran zu gewöhnen.

Allerdings sind das nur grobe Richtwerte, denn die effektive Dosis hängt von einer Reihe von Faktoren ab, unter anderem

  • deinem K√∂rpergewicht
  • der Krankheit, die du behandeln m√∂chtest
  • deiner individuellen K√∂rperchemie
  • der Konzentration¬†von CBD im √Ėl, Kapsel oder Lebensmittel

Wenn du zum Beispiel ¬†5%-iges CBD-√Ėl nimmst, kannst du morgens¬†und abends¬†je¬†5¬†Tropfen¬†einnehmen. Bei einem √Ėl mit 10% CBD-Anteil¬†reichen 2 bis 3 Tropfen.

Wenn du bei einem Arzt in Behandlung bist, sprich ihn doch einfach auf eine angemessene Dosierung und mögliche Risiken an.

CBD Erfahrungen

Was können wir aus Erfahrungen und Studien mit CBD lernen?

Ich habe bereits einige Studien genannt und deren Ergebnisse hier eingearbeitet. CBD ist eine vielseitige Verbindung aus der Hanfpflanze, die in der Lage ist, psychische Zustände wie Psychosen und Schizophrenie zu verbessern und gleichzeitig die alltäglichen Schmerzen und viele Leiden zu lindern.

Die Forschung st√ľrzt sich immer mehr auf dieses neue Thema und es scheint mir , als ob die Tests bislang nur die Oberfl√§che dessen, was es zu bieten hat, angekratzt haben.

Ob es nun die Erkenntnis ist, dass bereits eine Einzeldosis CBD psychotische Symptome lindern und die Gehirnfunktion normalisieren¬†kann. Oder die Aussagen von √Ąrzten, dass Depressionen und Panikattacken bei Psychosepatienten nachlie√üen.

Oder die Erfahrungsberichte der Betroffenen, die ihr Allgemeinbefinden und Krankheitssymptome verbessern konnten.

CBD scheint umfassend zu wirken und ist meiner Meinung nach zumindest als begleitende Therapie eine sehr gute Option. Ich bin √ľberzeugt, dass sich immer mehr Einsatzgebiete erschlie√üen, je mehr auch die Pharmaindustrie CBD als nat√ľrliches Produkt neben klassischen Medikamenten akzeptiert.

Mein persönliches Fazit

CBD ist ein Heilmittel aus der Natur und hat mit dem k√∂rpereigenen Endocannabinoid-System ein nat√ľrliches Pendant. Die Vorteile scheinen √ľberw√§ltigend, da das k√∂rpereigene Gleichgewicht mit CBD sanft wieder ausbalanciert¬†werden kann.

Wenige potentielle Nebenwirkungen, keine √úberdosierung, keine Suchtgefahr durch CBD-Produkte – das ist um einiges mehr als man von vielen klassischen Medikamenten behaupten kann!

Derzeit gibt es zwar noch sehr viel Gegenwind und auch Vorurteile bei Menschen, die sich mit CBD noch nicht genauer befasst haben. Ich hoffe, ich konnte die positiven Aspekte des Cannabis-Extraktes insbesondere auch f√ľr die Behandlung von Psychosesymptomen aufzeigen.

Wenn du Kommentare oder deine eigenen Erfahrungen einbringen willst, freue ich mich √ľber dein Feedback!

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