Kann CBD gegen Krebs eingesetzt werden?

Der neu in Mode gekommene Wirkstoff Cannabidiol (CBD) kann anscheinend nicht nur allerlei Krankheitsbeschwerden lindern, in Studien hat sich gezeigt, dass CBD auch gegen Krebs helfen könnte. Halten diese Ergebnisse, was sie versprechen?

Das werde ich euch in diesem Artikel verraten!

von Jona Decker

CBD gegen Krebs

Im folgenden Text behandle ich wie die Schulmedizin gegen Krebs vorgeht, was die Wissenschaft zu CBD als Behandlungsmöglichkeit sagt sowie was bei der Einnahme von CBD zu beachten ist.

Wenn du also mehr zum Thema CBD gegen Krebs erfahren willst, würde ich einfach mal sagen: Dranbleiben!

Was unternimmt die Schulmedizin bei einer Krebserkrankung?

Die Standardmethode westlicher Medizin bei Krebs beruht meist darauf, dass das bösartige Tumorgewebe nach einer Diagnose operativ entfernt wird. Nach der Operation wird anschließend fast immer auf eine Sekundärmethode zurückgegriffen, um wirklich alle Krebszellen zu entfernen.

Dabei wird fast immer eine der die folgenden drei Methoden verwendet:

  • Die Hormontherapie, bei der die Krebszellen in ihrem Wachstum behindert werden
  • Die Strahlentherapie, bei denen die Zellen mit Strahlung zerstört werden, und die klassische
  • Die Chemotherapie. Hier werden heftige Medikamente eingesetzt, die die Reproduktion der Krebszellen durch „Giftstoffe“ unterbinden

Leider ist es so, dass die Nebenwirkungen dieser drei Methoden oftmals dramatisch sind, vor allem bei der Chemotherapie. Deswegen wäre es meiner Meinung nach sehr vorteilhaft, ein Mittel zu finden, dass auf natürlicher Basis operiert. Kann hier CBD die Lösung sein?

Wie ist die aktuelle Studienlage von CBD gegen Krebszellen? In-Vitro Studien lassen hoffen

Leider gibt es nur extrem wenige Studien zum Themenbereich CBD gegen Krebs. Aber es scheint zumindest so, dass im Reagenzglas das Cannabinoid den Krebszellen entgegenwirken kann:

Bei dieser Studie von Dr. Massi aus dem Jahre 2013 wurde von Dr. Massi und Kollegen nahegelegt 1)Massi P et l., Cannabidiol as potential anticancer drug. 2013, Br J Clin Pharmacol und erläutert, dass Cannabidiol in der Lage ist, die Stoffwechselwege der Tumorzellen zu beeinträchtigen.

CBD fördert hier, Zitat, „den Zelltod und hindert die Zellen bei ihrer Teilung.“ Ich bin der Meinung, das ist doch schon mal was! Vergiss aber bitte nicht: CBD aufgrund dieser einen Studie noch lange keine Alternative zu klassischen Behandlungsmöglichkeiten.

Es bleibt abzuwarten was die Wissenschaft in Zukunft zu diesem Thema sagt.

Erhöht CBD die Effektivität einer Chemotherapie?

CBD kann Forschungsergebnissen nach auch die post-operativen Behandlungsmöglichkeiten unterstützen. In einer Studie von Dr. Scott und Kollegen von 2017 2) Scott KA, Dalgleish AG and Liu WM: Anticancer effects of phytocannabinoids used with chemotherapy in leukaemia cells can be improved by altering the sequence of their administration. 2017, Int J Oncol halfen die Cannabinoide CBD und THC dabei, Krebszellen im Verbund mit Chemotherapie effizienter zu zerstören.

Aber auch diese Studie wurde „nur“ an Zellkulturen durchgeführt. Ich würde sagen, kommen wir mal zu den Humanstudien:

Was sind die Ergebnisse bei Studien an Menschen?

Zwar haben wir wenige Daten im Bereich der Humanstudien, aber die Studien die gemacht wurden, sind aussagekräftig – meiner Meinung nach! In dieser aktuellen Studie von 2018 wurde bei 119 Menschen untersucht, ob die Einnahme von CBD einen  positiven Effekt auf das Wachstum des Tumors hätte. 3) Dr. Kenyon J, Liu W, Dalgeish A: Report of objective Clinical Responses of Cancer Patients to Pharmaceutical-grade Synthetic Cannabidiol. 2018, Anticancer Res

Sechs Monate lang wurden 119 erkrankte Patienten behandelt,  bei einer Dosis von 20 mg täglich. Was waren die Ergebnisse? Nun bei erstaunlichen 92% der Patienten wurde das Wachstum des Tumors zumindest verzögert, wenn nicht sogar zum Stillstand gebracht!

Bei einem Patienten mit einer sehr seltenen Tumorart wurde sogar ein 60-prozentiger Rückgang verzeichnet!

Die Wissenschaftler kamen somit in ihrem Fazit nicht umsonst zu dem Schluss, dass “ Cannabidiol als Mittel gegen Krebs potentiell eingesetzt werden kann (…) aber weitere Studien sind notwendig“.

Vermindert CBD die Nebenwirkungen bei Krebspatienten?

CBD kann, wie ich oben beschrieben habe, also direkt und auch indirekt gegen Krebs und Krebszellen eingesetzt werden. Anderen Forschungen zufolge, kann aber CBD auch gegen die Nebenwirkungen der Therapie mit beeindruckenden Ergebnissen eingesetzt werden.

Dabei meine ich die Nebenwirkungen der Behandlung, als auch die Wirkungen der Krebserkrankung selbst.

Hier eine schöne Auflistung der Beschwerden, bei denen CBD Krebspatienten unterstützend wirken kann:

  • CBD regt den Appetit an
  • CBD lindert Schmerzen
  • CBD hilft gegen Übelkeit und Erbrechen
  • CBD ist gegen Mukositis wirksam
  • CBD beugt Schlafstörungen vor und hilft bei Ängsten

Cannabidiol gegen Krebs

Kann Cannabidiol als Präventionsmaßnahme gegen Krebs eingenommen werden?

Leider gibt es zu diesem Teilbereich keine definitiven Belege aus der Wissenschaft. Ich muss dir leider deswegen mitteilen: Geduld!

Die Studienergebnisse die es gibt, haben sich vor allem Marihuana als Rauchwerk als Basis zugewendet – aber diese Resultate sind auf CBD-Präparate in Reinform nicht übertragbar, würde ich sagen. Außerdem ist klar, dass all die krebserregenden Substanzen sicherlich nicht hilfreich waren!

Was für Nebenwirkungen habe ich von CBD zu erwarten?

Ich will dich zunächst darauf hinweisen, dass es bei Cannabidiol-Produkten nicht zu einem „High“ kommen, wie bei Substanzen, die THC enthalten! Der THC-Gehalt ist nämlich bei CBD maximal bei 0,2% angesiedelt, sonst dürften die Produkte gar nicht verkauft werden.

Ansonsten halten sich die Nebenwirkungen selbst, wie sogar die WHO einstimmig festgestellt hat, in engen Grenzen. Wenn man es mit der Dosierung übertreibt, beziehungsweise wenn man besonders sensibel ist, können unter Umständen folgende negative Effekte bei der Einnahme von CBD auftreten:

  • Absenkung des Blutdrucks
  • Ein- oder Durchschlafprobleme
  • Allergische Hautausschläge und andere Symptome einer Wirkstoffallergie
  • Appetitverlust
  • Stoffwechseländerungen, die sich in einer Veränderung des Körpergewichts äußern
  • Ein zu trockener Mund
  • Schläfrigkeit und Abgeschlagenheit
  • Beim Rauchen des Wirkstoffs: Keuchen, Husten oder anderweitige Atemprobleme

Wichtig ist auch, dass du dich bei einer Medikamenteneinnahme bei deinem Arzt informierst, ob vielleicht Wechselwirkungen mit CBD auftreten könnten!

Wie kann ich CBD einnehmen?

Du kannst Cannabidiol über viele Arten und Formen einnehmen. Diese reichen von Hautcremes bis zur oralen Anwendung als als Spray. Hier eine kurze Übersicht:

  • CBD in Spray-Form
  • CBD in oraler Form
  • Die sublinguale Einnahme: Die meist verwendete Variante, hierbei träufelst du dir CBD Öl unter die Zunge, bevor du es nach ca. 1 Minute herunterschluckst
  • CBD per Inhalation
  • CBD via topischer Aufnahme, zum Beispiel als Creme oder Lotion

Je nach Einnahmeform wird das Cannabidiol schneller oder langsamer aufgenommen. Ich würde dir raten, deine bevorzugte Variante mit deinen Beschwerden abzustimmen: Ist eine tägliche mehrmalige Einnahme als Kur besser oder eher eine akute Einnahme, wie zum Beispiel bei Schmerzen oder Migräne?

Was Krebspatienten vor einer CBD-Behandlung beachten sollten

Es kann sein, dass dein behandelnder Arzt noch wenig oder auch gar nichts über CBD als helfender Begleiter einer Krebsbehandlung weiß. In diesem Fall solltest du diesen Themenbereich aktiv anschneiden um von den positiven Effekten innerhalb deiner Behandlung profitieren zu können!

Außerdem kannst du dann, nach einem einvernehmlichen Gespräch, auf eine Kostenübernahme deiner Krankenkasse hoffen.

Des Weiteren steht dir aber natürlich auch der Weg offen, dir dein Cannabidiol selber zu besorgen! Da dieser Pflanzenwirkstoff frei verfügbar und legal erhältlich ist, steht es dir frei, diesen Stoff deiner Behandlung zuzufügen – aber ich würde trotzdem sagen, sprich mit deinem Arzt vorher über diese Option!

CBD bei Krebs

Wieviel CBD soll ich bei Krebs einnehmen?

Ich kann dir nicht genau sagen, welche exakte Dosierung von CBD in deinem individuellen Fall die richtige ist. Da aber, laut Weltgesundheitsorganisation, CBD kein giftiger Stoff ist, ist eine Überdosis quasi ausgeschlossen!

Wenn man dem gesunden Menschenverstand folgt, solltest du einfach bei einer kleinen Dosierung beginnen  – sagen wir mal 3 Tropfen täglich einer 5%igen Öl-Lösung – und dich dann langsam nach oben arbeiten.

Wenn keine Nebenwirkungen auftreten kannst du solange hochdosieren, bis die gewünschten Effekte eintreten! Wenn aber zu heftige Effekte sich einstellen sollten, empfiehlt es sich, mit der Menge wieder runter zu gehen.

Fazit

Insgesamt ist die Studienlage im Themenfeld CBD gegen Krebs noch sehr dürftig. Die meisten Studien wurden im Reagenzglas gemacht, Humanstudien sind spärlich verfügbar.

Auch wenn diese wenigen Ergebnisse aber gute Daten an den Tag legen, sollte vorsichtig vorgegangen werden: Vor allem bei Krebspatienten, deren allgemeine Gesundheit eher zu Wünschen übrig lässt, sollte mit einer möglichen CBD Behandlung behutsam vorgegangen werden.

Ich bin der Meinung, dass wir weitere Studien abwarten müssen, bevor wir mit Gewissheit sagen können, ob Cannabidiol wirklich konsistente Ergebnisse im positiven Sinne liefert. Ein wissenschaftlicher Beweis, dass CBD gegen Krebs hilft, ist somit bis dato also noch nicht geliefert worden.

Sprich jedenfalls mit einem Arzt über eine Behandlung.

Bis die Wissenschaft deutlicherer Ergebnisse liefert, kannst du mit dem legalen Wirkstoff aus der Pflanzenwelt deine eigenen Erfahrungen machen, schließlich ist er nicht toxisch und kann deswegen als Begleitsubstanz durchaus verwendet werden!

Hast du Erfahrungen mit CBD gegen Krebs gemacht? Hat dir dieser Artikel weitergeholfen? Hinterlasse einen Kommentar und diskutiere mit!

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