Katzen, CBD Öl und dessen Wirkung

Wusstest du, dass Katzen die beliebtesten Haustiere in Deutschland sind? Rund jeder zehnte Einwohner hält statistisch gesehen eine Katze bei sich zu Hause. Damit verbannen sie den Hund zahlenmäßig auf Platz 2. Doch nicht jeder unserer Stubentiger führt sein Leben lang ein unbeschwertes Leben. Manche leiden an schmerzhaften Krankheiten, andere an wiederkehrenden Panikattacken. Ich möchte mit euch meine Erfahrung zum Thema CBD Öl und Katzen teilen.

von Jona Decker

CBD Öl für Katzen

Ich zeige dir die besten Produkte, deren Wirkungsweise und wie du sie optimal dosieren kannst. Du wirst lernen Risiken zu beachten und die Prozesse im Körper deiner Katze besser zu verstehen. Natürlich werde ich alle meine Aussagen wissenschaftlich belegen. Nimm dir eine Tasse Tee, schnapp dir deinen Stubentiger und lass uns anfangen.

Was ist CBD (Cannabidiol)?

CBD ist die Abkürzung für Cannabidiol. Neben mehr als hundert anderen Cannabinoiden zählt CBD zusammen mit THC zu den bekanntesten. Das Cannabidiol ist gerade Gegenstand zahlreicher Diskussionen. Forscher untersuchen die Wirkungsweise, Politiker streiten um die Einstufung der Substanz und Tierhalter fragen sich, ob CBD auch für ihre Vierbeiner eine Alternative zu herkömmlichen Medikamenten sein kann.

Der Haupt Anwendungszweck von CBD ist derzeit die Behandlung von Schmerzen und Entzündungen, sowie die Reduzierung von Panik und Angstzuständen. Der Einsatz bei verschiedenen Krankheiten, wie Krebs, Epilepsie und Herz Dysrhythmie steht gerade erst am Anfang.

Wie wirkt CBD auf Katzen?

CBD wirkt bei Menschen über das Endocannabinoid-System. Dieses ist für die Produktion von hauseigenen Cannabinoiden zuständig, welche wiederum CB-Rezeptoren steuern, die für die Regulierung unseres Körpergleichgewichts entscheident sind. Aktivierte beziehungsweise blockierte Rezeptoren reduzieren unsere Schmerzen und Angstzustände, leiten unsere Emotionen und sind auch für sehr rudimentäre Gefühle, wie Hunger und Durst verantwortlich.

Der Mensch ist in diesem Sinne aber nicht besonders. Jedes Säugetier verfügt über das Endocannabinoid-System. So lässt sich die Wirkung auf Menschen auch auf Katzen übertragen. Sie reagieren auf den Wirkstoff sehr ähnlich und so ist CBD Öl auch für den Einsatz bei unserem Vierbeiner geeignet. Vielleicht überraschend aber CBD Öl wird schon bei der Behandlung von vielen Krankheiten verwendetet. Neben der entzündungshemmenden, angstlösenden und beruhigenden Wirkung, wird CBD bei folgenden Diagnosen verwendet:

  • Huntington Krankheit
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Alzheimer
  • Arthritis
  • Krebs
  • Diabetes
  • Asthma
  • Epilepsie

Um die Wirkungsweise von CBD etwas besser zu verstehen, halte ich es für sinnvoll, auf einige Krankheiten genauer einzugehen und auf die Wirkung von CBD genauer einzugehen.

CBD Wirkung

Katzenjammer: Angst- und Panikattacken

Ich habe leider schon selbst die Erfahrung machen müssen, dass Katzen, so friedlich sie manchmal wirken, auch unter Angst- und Panikattacken leiden. Dabei kann es sich sowohl um dauerhaft als auch um einmalige Zustände handeln. Unabhängig davon kann CBD durchaus helfen, diesen belastenden Zustand zu verringern. Das Cannabidiol reduziert das Stressempfinden der Katze und beruhigt auf natürliche Weise. Außerdem fördert es nachweislich, die Produktion von Adenosin und Serotonin 1)Sales AJ, et al. Antidepressant-like effect induced by Cannabidiol is dependent on brain serotonin levels. 2018. Zwei Hormone, die maßgeblich an Glücksgefühlen und einem gesteigerten Wohlbefinden beteiligt sind.

Chronische Schmerzen: Miau!

Schmerzen können viele Ursachen haben. Krankheiten, Verletzungen, ja sogar Emotionen können körperliche Schmerzen auslösen. Viele Krankheiten wie Arthritis oder Niereninsuffizienz führen zu chronischen Schmerzen. CBD wurde bereits in vielen Studien als schmerzlindernd bestätigt 2)Thapa D, et al. The CannabinoidsΔ8THC, CBD, and HU-308 Act via Distinct Receptors to Reduce Corneal Pain and Inflammation. 2018). Zudem kann es die Muskeln und ungewollte Kontraktionen reduzieren. Wirkungsweisen, welche sonst nur Medikamenten mit starken Nebenwirkungen zugesprochen werden.

Katzen-Krebs

Wenn wir von Krebs reden, dann ist die Krankheit immer untrennbar mit starken Schmerzen und Depressionen verbunden. Symptome, die CBD reduzieren kann 3)Johnson JR et al. Multicenter, double-blind, randomized, placebo-controlled, parallel-group study of the efficacy, safety, and tolerability of THC:CBD extract and THC extract in patients with intractable cancer-related pain. 2010. Aber nicht nur das. Es gibt bereits erste Studien, welche die Wirkung von CBD auf Krebszellen untersucht. Dabei konnten schon einige Erfolge beobachtet werden, wo das Cannabinoid tatsächlich die befallenen Krebszellen angreift und zerstört. Die Tumorbildung wurde dabei signifikant gesenkt 4)Kenyon J, et al. Report of Objective Clinical Responses of Cancer Patients to Pharmaceutical-grade Synthetic Cannabidiol. 2018, Anticancer Res.

Epilepsie

Die Katze meiner Schwester leidet seit ungefähr einem Jahr an Epilepsie. Ihr Tierarzt hat ihr sofort CBD Öl gegen die Anfälle verschrieben. Kein Wunder, denn CBD ist bereits ein beliebtes Mittel gegen die Krankheit. Der Wirkstoff kann elektrische Störungen im Gehirn regulieren und so Anfällen vorbeugen. Aber es reduziert diese nicht nur, sondern schmälert deren Stärke 5)Devinsky O et al. Trial of Cannabidiol for Drug-Resistant Seizures in the Dravet Syndrome. N Engl J Med. 2017. Zudem werden die empfundenen Schmerzen gesenkt. Übrigens konnte meine Schwester auch genau dies bei ihrer “Nala” feststellen.

Diabetes

Eine Krankheit, bei der man sogar nicht erwarten würde, dass CBD eine Wirkung hat, ist Diabetes. Auslöser der Krankheit ist eine zu geringe Leistung der Bauchspeicheldrüse, für die zugeführte Menge an Zucker. Normalerweise wandelt das Hormon Insulin den Zucker in nutzbare Energie um. In einer Studie aus dem Jahr 2006 wurde festgestellt, dass CBD die Insulinproduktion steigert 6)Weiss L, et al. Cannabidiol lowers incidence of diabetes in non-obese diabetic mice. 2006 und somit auch eine positive Wirkung auf Katzen mit Diabetes aufweist.

Erbrechen und Übelkeit

Übelkeit ist oft eine Begleiterscheinung der unterschiedlichsten Krankheiten oder Nebeneffekt einer medikamentösen Behandlung. Was auch immer die Ursachen der Übelkeit sind, CBD kann Abhilfe leisten 7)Parker LA1, Rock EM, Limebeer CL., Regulation of nausea and vomiting by cannabinoids. 2011, Br J Pharmacol. Volltext. Solltest du über einen Einsatz nachdenken, dann habe ich noch eine Empfehlung für dich. Auch wenn es eine Vielzahl an CBD Produkten gibt, nutze in diesem Fall, wenn möglich ein Vollspektrum Öl. Der Grund ist, dass die Säure CBDa (eine Vorstufe von CBD) einen besonders guten Effekt erzielt. Das Öl enthält neben anderen Cannabinoiden auch CBDa.

Asthma – Cannabidiol bei Atemnot wirksam?

Lasst mich zuletzt noch ein paar Worte zum Einsatz bei Asthma sagen. CBD kann bei Asthma Anfällen helfen 8)Zoerner AA, et al. Allergen challenge increases anandamide in bronchoalveolar fluid of patients with allergic asthma. 2011. Allerdings sollte man hier bei besonders schweren Erkrankungen (wie bei allen anderen Krankheiten natürlich auch) auf jeden Fall mit einem Tierarzt reden. Leider verlassen sich hier viele allein auf CBD. Besser du siehst den Wirkstoff als unterstützende Therapie. Cannabidiol hemmt die Entzündungen in den Bronchien und reduziert somit die Häufigkeit und die Stärke der Anfälle.

CBD Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen erwarten deine Katze?

Ein Grund warum der Einsatz von CBD bei Katzen immer beliebter wird, ist wohl die gute Verträglichkeit. CBD weist, vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten, kaum Nebenwirkungen auf. Studien bestätigen diese Aussage (( Kerstin Iffland und Franjo Grotenhermen: An Update on Safety and Side Effects of Cannabidiol: A Review of Clinical Data and Relevant Animal Studies. 2017.. Dennoch ist auch das Cannabidiol nicht frei von Begleiterscheinungen. Diese Symptome könntest du bei deinem Schmusetiger beobachten:

  • Müdigkeit
  • Durchfall
  • Trockener Mund
  • Benommenheit

Gerade zu Beginn der Behandlung, wo du noch nicht genau weißt, wie CBD bei deiner Katze wirkt, solltest du das Verhalten des Tieres genau im Blick haben. Die meisten Nebenwirkungen treten im Zusammenhang mit zu hohen Dosierungen auf. Einem trockenem Mund kannst du zum Beispiel auch ganz leicht mit einer extra Schüssel Wasser beikommen.

Die größten Probleme bei der Behandlung von Katzen mit CBD, sind nicht die Nebenwirkungen, sondern die falschen Produkte und die falsche Diagnose. Präparate von minderer Qualität zeigen meist nicht dieselbe Wirkung wie gute Produkte. Vielmehr können falsch gekennzeichnete Öle sogar gefährlich für dein Haustier werden. Lass dich also von Fachleuten beraten oder nutze meine Kaufempfehlung. Lass dein Tier von einem Veterinärmediziner untersuchen. Die eigenmächtige Diagnose führt immer wieder dazu, dass Krankheiten falsch interpretiert werden und schlimmere Gebrechen lange unentdeckt bleiben.

In Deutschland verkauftes CBD Öl für Katzen ist übrigens hinsichtlich des THC Gehalt reguliert. Unter 0,2% muss ein Öl haben, um legal und frei verkäuflich zu sein. Somit ist sichergestellt, dass das Produkt deinen Tiger nicht “high” macht und ungefährlich ist.

Was ist die richtige Dosierung für deine Katze?

Vorweg möchte ich eine Sache klarstellen: eine allgemeingültige, optimale Dosierung existiert nicht. Dafür hängt die Wirkung von CBD von zu vielen Faktoren ab. Das Körpergewicht des Tieres ist ebenso entscheidend wie dessen Stoffwechsel, Körperchemie und die Zusammensetzung des gewählten Produktes. Die meisten Hersteller geben aber eine empfohlene Dosis auf deren Verpackungen an. Meist findest du sie in Tabellenform aufgeschlüsselt nach Körpergewicht. Sicherlich ein guter Anhaltspunkt.

Erfahrungen zeigen, dass eine Dosis von 0,1 bis 0,5 mg CBD pro Kilogramm Körpergewicht meist am besten wirkt. Bei schweren Erkrankungen wird die Menge wohl eher im oberen Bereich liegen. Taste dich an die optimale Dosierung heran. Überdosierungen sind praktisch nicht möglich. Hast du die perfekte Menge gefunden, ist bei einer dauerhaften Behandlung, die Verabreichung von 2 bis 3 Mal täglich empfehlenswert

CBD Produkte

Die beliebtesten Produkte

Für jedes Leiden deiner Katze gibt es auch ein geeignetes Produkt beziehungsweise eine geeignete Einnahmeform. Am häufigsten wird CBD Öl verwendet. Es ist vielseitig einsetzbar, leicht zu dosieren und wirkt unter die Zunge des Tieres verabreicht, nach ca. 10 Minuten. Auch wenn es für den Menschen viel mehr Auswahl gibt, bitte ich dich auf spezielle CBD Öle für Tiere zurückzugreifen. Die CBD Konzentration ist sonst zu hoch.

Auch CBD Kapseln können für deine Katze gut geeignet sein. Vor allem dann, wenn sich dein Haustier genauso gegen den unangenehmen Geschmack von CBD Öl wehrt, wie mein Kater. Kapseln sind geschmacklos und für den Stubentiger auch nicht zu erschnüffeln. Die Dosierung ist sogar noch einfacher als beim Öl. Da die Wirkung aber erst später einsetzt, kann ich CBD Kapseln nicht für die akute Behandlung von Schmerzen empfehlen.

Äußerliche Beschwerden, wie Hautreizungen, Entzündungen oder lokale Schmerzen, behandelst du am besten mit CBD Creme. Einmal aufgetragen lässt du sie für 20 Minuten einziehen. Bei wiederholter Anwendung sollte bald eine Besserung eintreten.

Ich selbst nutze CBD Öl dann, wenn ich weiß, dass ich meinen Kater Stresssituationen aussetzen muss. Kurz vor Tierarztbesuchen oder Sylvester beruhigt es ihn ungemein. Aber CBD ist auch für eine dauerhafte Anwendung gut geeignet und ich kann dir versichern, dass sich der Wirkstoff gut in den Alltag integrieren lässt. Nutze CBD dann, wenn es für dich passt.

Was sagen andere Katzenbesitzer?

Von meinen Erfahrungen habe ich dir ja jetzt berichtet und auch Studien zur Genüge bemüht. Ich wollte aber natürlich auch wissen, was andere Katzenhalter zu diesem Thema sagen und habe mich zu diesem Zweck in diversen Foren umgeschaut. Das habe ich dabei gefunden:

Benutzername Kieka:

“Ich benutze CBD Öl meinen Kater und dessen Arthritis und es dauerte einen guten Monat, bis ich eine Verhaltensänderung bei sah.  Er bewegte sich nach ein oder zwei Wochen etwas besser und viel besser nach einem Monat. Außerdem beobachtete ich, dass er nach einem Monat viel entspannter und weniger ängstlich war. Ich gab es ihm, um Angstzustände zu behandeln und er war vorher auch nicht wirklich ängstlich aber es verleihte ihm eine bestimmte Ruhe, die vorher nicht vorhanden war.” (Aus dem englischen Übersetzt)

Benutzername ChaoticEva: 

“Ich habe angefangen CBD-Öl für Banjo, meine dreibeinige Katze, zu verwenden. Er hatte einige Verhaltensprobleme, die durch Angst verursacht wurden und er hatte auch Schmerzen. Es funktionierte sehr gut bei seiner Angst. Bei Schmerzen bin ich mir nicht sicher, wie viel es tatsächlich geholfen hat. Er ist entspannter und nun auch weniger daran interessiert, meinen anderen Katzen hinterherzulaufen (und sie zu terrorisieren).” (Aus dem englischen Übersetzt)

Die Erfahrungen in Foren, decken sich weitgehend mit meinen eigenen. Viel wichtiger ist jedoch, dass du dir selbst ein Bild über CBD Öl machen konntest.

Qualitätskriterien

Hast du dich dazu entschieden CBD Öl bei der Behandlung deiner Katze einzusetzen, dann möchte ich dir noch schnell sagen auf was du beim Kauf achten solltest.

  • Nutze bekannte Produkte von seriösen Herstellern. Damit vermeidest du falsche Etikettierungen und unerwünschte Überraschungen.
  • Achte auf unabhängige Zertifikate. Die zeigen, dass der Hersteller seinem eigenen Produkt auch vertraut.
  • Achte auf das Herkunftsland der Pflanze. Hanf aus Europa und Nordamerika unterliegt strengeren Auflagen.
  • Schau dir die Inhaltsstoffe genau an und vermeide Produkte mit Lösungsmittel oder anderen Schadstoffen.

Wähle das richtige Produkt für deinen Anwendungsfall. Es erleichtert dir die Handhabung ungemein. Wenn du beim Kauf auf Nummer sicher gehen willst und gerne alle Informationen auf einen Blick hast, dann kannst du gern meinen Kaufguide nutzen.

Mein Fazit

Ich beschäftige mich jetzt schon lange mit dem Thema CBD und Katzen und bin nach wie vor von der Wirkung überzeugt. Auch im Bekannten- und Familienkreis wird CBD Öl gerne verwendet. Bei kleineren Beschwerden kannst du CBD bedenkenlos ausprobieren. Möchtest du schwerere Krankheiten bei der Katze behandeln, solltest du vorher jedoch Rücksprache mit einem Veterinärmediziner halten.

Achte beim Kauf von CBD Produkten unbedingt auf die Qualität. Nur gute Produkte werden eine gute Wirkung erzielen. Dabei muss es auch nicht immer das teuerste sein. Manche Öle scheinen mehr “Katzengold”, als hochwertige Produkte zu sein. Achte auf ein gutes Preis-Leistungsverhältnis.

Ich hoffe ich konnte dir bei deiner Suche nach einem geeignetem CBD Produkt helfen. Lasse doch gerne ein Kommentar da und sage mir, ob dir der Artikel gefallen hat. Hast du schon Erfahrungen mit CBD und Katzen gemacht? Ich freu mich über jeden Kommentar!

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