Was ich über den Einsatz von CBD bei Herzrhythmusstörungen herausgefunden habe

Das menschliche Herz schlägt in der Regel 60 bis 90-mal in der Minute. Doch was, wenn der Puls plötzlich bei 160, in besonders starken Fällen bei 200 Schlägen pro Minute liegt? Man schätzt, dass 80% der Herz-Kreislaufstillstände auf Herzrasen zurückzuführen sind. In 90% der Fälle bedeutet ein Stillstand des Herzens den Tod 1)Deutsche Herzstiftung (Hg.). Aus dem Takt: Herzrhythmusstörungen heute. 2014.

von Jona Decker

CBD Herzrhythmusstörungen

Herzrasen ist eine ernstzunehmende Krankheit, auch wenn glücklicherweise nicht alle Fälle so schwerwiegend sind, wie ich das gerade skizziert habe. Die Wissenschaft beschäftigt sich zunehmend mit der Wirkung von CBD auf Herzrhythmusstörungen.

Ich zeige dir in diesem Artikel wie Herzrasen entsteht, welche Ursachen verantwortlich sind und wie Cannabidiol helfen kann. Du lernst außerdem, welche Produkte es gibt, wie man richtig dosiert und auf was bei der Anwendung zu achten ist. Los geht es.

Wie wirkt CBD bei Herzrhythmusstörungen & Herzrasen?

Das CBD eine Reihe von erstaunlichen Eigenschaften aufweist, ist kein Geheimnis mehr. Längst wird es zur Behandlung von vielen, sehr unterschiedlichen Krankheiten genutzt. Darunter Krebs, ADHS, Diabetes, Epilepsie, Panikattacken und psychische Störungen. Mittlerweile ist auch der Einsatz bei Tachykardie denkbar.

Was sind Herzrhythmusstörungen (Tachykardie)?

Tachykardie ist der Fachbegriff für Herzrasen und ein Teil der Herzrhythmusstörung, oder auch Dysrhythmie. Das Gegenteil ist übrigens die Bradykardie (langsamer Herzschlag). Beide Extreme wirken sich auf das Herz-Kreislauf-System aus und können in schweren Fällen zum Stillstand des Herzens führen. Von Herzrasen spricht man, wenn das Herz mehr als 90 mal pro Minute im Ruhezustand schlägt. Es gibt noch verschiedene Abstufungen:

  • Hypertonie Grad I: Puls bei 90-99
  • Hypertonie Grad II: Puls bei 100 – 109
  • Hypertonie Grad III: Puls bei 110+

Ohne den Puls zu messen kann man die Tachykardie auch noch an anderen Symptomen erkennen. Typischerweise treten Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Benommenheit und Herzklopfen auf. Auslöser im Körper ist oft eine kurzzeitige Unterversorgung des Herzens mit Blut (Ischämie). Das Herz versucht diesem Blutmangel mit einer höheren Leistung auszugleichen.

CBD Wirkung

Wie kann CBD helfen?

CBD hat zunächst einmal eine vorbeugende Wirkung. Risikofaktoren für Herzrasen sind übermäßiger Stress und ein hoher Blutdruck. In stressigen Situationen schüttet unser Körper das Hormon Glucocorticoid aus. Cannabidiol hemmt die Ausschüttung nachweislich 2)Hill MN, et al. Endogenous cannabinoid signaling is essential for stress adaptation. 2010. Die Auswirkung auf den Blutdruck ist mehr eine Nebenwirkung von CBD und dennoch perfekt geeignet den Blutdruck von Personen zu senken 3)Jadoon KA, Ta und Sullivan. A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study. 2017, JCI Insight. Neueste Erkenntnisse weisen außerdem darauf hin, dass die Größe eines Infarktes, wenn CBD schon vorbeugend eingenommen wurde, deutlich geringer ist.

Wird die Krankheit akut, hat CBD aber noch weitere Effekte. 2010 fand man in einer Studie heraus, dass das Cannabidiol Ischämie verursachtes Herzrasen reduzieren kann. Der Herzschlag in den Herzkammern wird normalisiert 4)Walsh S. et al, Acute administration of cannabidiol in vivo suppresses ischaemia-induced cardiac arrhythmias and reduces infarct size when given at reperfusion. 2010. Möglich wird dies durch die Wirkung auf das Endocannabinoid-System.

Dieses System ist im Körper jedes Säugetieres vorhanden und produziert Cannabinoide. Diese wiederum docken an CB1- und CB2-Rezeptoren an und regulieren, durch aktivieren und blockieren der Rezeptoren, verschiedenste Körperfunktionen. Darunter auch die Hirnnerven, welche die Herzfrequenz steuern. Übrigens setzen Medikamente zur Behandlung von Tachykardie auch an den CB1-Rezeptoren an. Dabei nehmen sie aber auch meistens, das gesamte Herz-Kreislauf-System in mitleidenschaft.

Was sind die Nebenwirkungen von CBD?

Wie ich schon erwähnt habe, gilt ein niedriger Blutdruck als eine häufig beobachtete Nebenwirkung. In diesem Fall unterstützt dieser Umstand wohl eher die Behandlung der Krankheit. Ungewollte Begleiterscheinungen gibt es jedoch auch. Dazu zählen Durchfall, Appetitlosigkeit, Trockener Mund, Benommenheit, Schläfrigkeit und kurioserweise auch Einschlafprobleme.  

Ich möchte jedoch festhalten, dass diese Nebenwirkungen zum einen sehr schwach ausgeprägt sind, zum anderen meist erst bei höheren Dosierungen auftreten und auch normalerweise sehr schnell wieder verschwinden. Die Nebenwirkungen von CBD sind sogar eher als Pluspunkt zu sehen, da sie im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten kaum vorhanden sind.

Wer sollte auf CBD verzichten?

Um auf Nummer sicher zu gehen wird bestimmten Personengruppen davon abgeraten, CBD zu konsumieren. Dazu zählen:

  • Schwangere Frauen
  • Kinder unter 2 Jahren
  • Personen mit Leberproblemen

Die Gründe dafür sind schnell erklärt. Bei Kleinkindern gibt es noch keine gesicherte Studienlage zu Wirkung und Dosierung von CBD. Bei schwangeren Frauen wurde ein negativer Effekt auf die Funktion der Plazenta entdeckt und CBD steht im Verdacht unter Umständen die Leber anzugreifen. Der Verzicht ist also mehr als Vorsichtsmaßnahme zu sehen. Möchtest du aber dennoch nicht auf das Cannabidiol und dessen positiven Eigenschaften verzichten, dann rate ich dir mit einem Arzt deine individuelle Situation zu besprechen.

Allgemein ist CBD auch international als sicheres Produkt eingestuft. Es macht im Gegensatz zum THC auch nicht “high”. CBD Produkte enthalten in der Regel aber kleine Spuren des Tetrahydrocannabinols. Die Konzentration darf aber nicht über 0,2% liegen. Ist dies der Fall ist CBD vollkommen legal und frei im Handel erhältlich.

Eine Sache ist noch zu beachten. CBD ist durchaus in der Lage mit Medikamenten Wechselwirkungen hervorzurufen. Gerade bei Herzrasen werden gerne Betablocker und Calciumantagonisten verwendet. CBD könnte den Abbau der Medikamente verhindern und so zu einer Überdosis der Pharmaka führen. Rücksprache mit einem Arzt ist bei jedem Medikament zu halten, denn auch leichte Präparate wie Aspirin können Probleme erzeugen.

CBD Produkte

Cannabidiol Produkte im Überblick

Kaum ein anderes Produkt ist in so großer Vielfalt verfügbar wie CBD. Das Angebot erstreckt sich von Öl über Liquide, Salben, Creme, Pillen, Kaugummis, Blüten, Samen bis hin zu Lebensmittel.

Hast du gerade erst angefangen zu recherchieren, dann wirst du zunächst auf das CBD Öl stoßen. Wundert mich nicht, denn das Öl ist und bleibt der Klassiker. Eine einfache Anwendung gepaart mit der guten Dosierbarkeit und einer verhältnismäßigen schnellen Wirkung, ergibt den Allrounder unter den CBD Präparaten. CBD Öl wird unter die Zunge verabreicht und entfaltet nach ca. 10 Minuten dessen Wirkung.

Die anderen Produkte sind hier schon etwas spezieller. Liquide werden zum Beispiel gerne für die akute Anwendung verwendet. Durch inhalieren des Dampfes wirkt das CBD bereits nach wenigen Sekunden. Allerdings sind die Langzeitfolgen von Liquiden noch nicht erforscht und so geht man ein gewisses Risiko ein.

Lebensmittel eignen sich gut für die Langzeitbehandlung, da sie den Wirkstoff über den Magen erst nach und nach abgeben. Außerdem umgeht man den unangenehmen Geschmack des Öles. Bei akuten Fällen sind Lebensmittel aufgrund ihrer langen Einwirkzeit von bis zu einer Stunde, nicht geeignet.

Auch Cremen und Salben haben meiner Meinung nach hier eine kurze Erwähnung verdient. Kein anderes Produkt eignet sich so gut für die Behandlung von lokalen Schmerzen und Entzündungen. 20 Minuten dauert es in der Regel bis zur Wirkung.

Wann du CBD verwendest und wie oft bleibt ganz alleine dir überlassen. Es gibt hier keine Vorschriften. Wichtig ist, dass sich das Cannabidiol in deinen Alltag integriert und du dich nicht anpassen musst.

Die optimale CBD Dosierung bei Herzrhythmusstörungen

Ich werde immer wieder gefragt, welche Dosiermenge den perfekt ist. Leider kann ich darauf aber keine Antwort geben, denn jeder Mensch ist individuell. Ich rate aber immer dazu mit einer kleinen Menge anzufangen und die Konzentration allmählich zu steigern, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Machen sich Nebenwirkungen bemerkbar war die Dosis zu hoch. Sei dir dabei gewiss, dass eine Überdosis nicht möglich ist. Unter Umständen verpufft jedoch der positive Effekt und die Behandlung erzielt keine Wirkung. Höre auf deinen Körper, denn er wird dir sagen was gut ist.

CBD Erfahrungen

Erfahrungswerte

Eine Vielzahl an Studien beschäftigt sich bereits mit dem Thema CBD und Herzrhythmusstörungen. In Großbritannien ergaben Untersuchungen, dass die Einnahme von CBD den Blutdruck soweit senkt, dass das Schlaganfallrisiko deutlich abnimmt. Das Schlaganfallrisiko sank um 34 Prozent und das Risiko einer Herzerkrankung um 21 Prozent. Weitere Ergebnisse der Studie betreffen außerdem die Auswirkungen von Dysrhythmie. Die Wahrscheinlichkeit von Demenz, Herzinsuffizienz und Sterblichkeit nahm rapide ab 5)  Walsh, Sarah K et al. “Acute Administration of Cannabidiol in Vivo Suppresses Ischaemia-Induced Cardiac Arrhythmias and Reduces Infarct Size When given at Reperfusion. 2010. British Journal of Pharmacology.

Aber auch Privatpersonen äußern sich in diversen Foren zum Thema CBD. Darunter auch folgender Kommentar unter dem Nicknamen LeaWeber22:

“Dieses CBD hat den Markt wirklich in den letzten Jahren erobert. Was ich aber positiv finde ist, dass man dieses Produkt dann doch recht schnell auf dem Markt zum Verkauf zugelassen hat, nachdem man endlich dessen positive Wirkung bemerkt hat. Man muss sich ja nur einmal umhören und lesen, was andere damit für Erfahrungen gemacht haben. Sicherlich ist jeder ein wenig anders, aber die Wirkung dieses Öls spricht in jedem Fall für sich.“

Weitere Studien werden sicherlich folgen und mit ihnen auch die Erfahrungswerte aus der Praxis steigen. Wenn du jetzt wissen möchtest welche Produkte, mit welchen Eigenschaften eigentlich auf dem Markt sind, dann sieh dir gerne diese Übersicht an.

Mein Fazit

Die Studienlage geht in eine eindeutige Richtung. CBD kann bei manchen Menschen Herzrasen verringern und zeigt auch in akuten Fällen eine positive Wirkung. Cannabidiol Produkte sind sehr einfach einzunehmen (insbesonder das Öl) und so vielfältig vorhanden, dass du garantiert das richtige Produkt finden wirst.

Stimme die Dosierung auf deine individuellen Bedürfnisse ab und experimentiere hier gerne ein bisschen. Konsultiere einen Arzt, wenn du bereits medikamentös behandelt wirst oder zu einer der genannten Risikogruppen gehörst.

Ich hoffe ich konnte dir einen kleinen Einblick in das Thema geben und würde mich über einen Diskurs in den Kommentaren freuen. Lass mich doch gern an deiner Meinung teilhaben. Wie hat dir mein Artikel gefallen?

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