Meine Erfahrungen zu CBD bei Herzrasen

Ich sitze auf dem Sofa und schaue Fernsehen als plötzlich mein Herz wie wild anfängt zu pumpen. Es hämmert praktisch gegen meine Brust und will sich einfach nicht beruhigen. Ich bekomme es mit der Angst zu tun, mein Atem stockt und eine Panikattacke ist nicht mehr fern. Und von einer Sekunde auf die andere ist alles wieder normal.

by Jona Decker

CBD Herzrasen

Herzrasen oder auch Tachykardie kann einem eine unglaubliche Angst einjagen und nicht immer ist diese unberechtigt. Obwohl die meisten Anfälle harmlos sind, können sie doch auch Hinweise auf eine ernsthafte Herzerkrankung sein. Für mich war es auf jeden Fall Grund genug mich mit dem Thema CBD und Herzrasen auseinander zu setzen.

Erfahre in meinem Artikel, was man genau unter Tachykardie versteht und wie sich CBD auf das Herz auswirkt. Erfahre außerdem, wann du CBD besser nicht konsumierst und welche Nebenwirkungen auftreten können. Eine Produktübersicht & die Dosierempfehlungen dürfen natürlich nicht fehlen. Und los!

Was ist Tachykardie?

Das menschliche Herz schlägt normalerweise in etwa 60 bis 90-mal in der Sekunde. Alles was darüber hinausgeht wird als Tachykardie bezeichnet. Herzrasen lässt sich in drei Grade einteilen:

  • Herzschlag zwischen 90 und 99: Hypertonie Grad 1
  • Herzschlag zwischen 100 und 109: Hypertonie Grad 2
  • Herzschlag bei 110+: Hypertonie Grad 3

Die Ursachen sind vielfältig und manchmal harmlos, doch zeitweise auch gefährlichen Ursprungs. So ist Herzrasen eine ganz normale Folge von Anstrengung, Stress, Aufregung und starken emotionalen Gefühlen. Es kann aber auch Anzeichen für

  • Vorhofflimmern,
  • Bluthochdruck Problemen,
  • Herzmuskelerkrankungen oder
  • Unterzucker

sein.

Sollte das Herzrasen also ohne erkennbaren Grund auftreten, ist Vorsicht geboten und ein Arzt sollte die Situation abschätzen. Am Ende kann Herzrasen nämlich auch zum Tode führen.

Symptome

Symptome, die mit Herzrasen einhergehen sind Kurzatmigkeit, Benommenheit, Brustschmerzen, Herzklopfen, Schweißausbrüche und Angstzustände.

Ursachen

Ein sehr häufige Ursache für Herzrasen, ist übrigens ein Blutmangel im Herzen (Ischämie). Um mehr Blut durch den Körper zu transportieren beginnt das Herz stärker zu schlagen.

Wie kann CBD helfen?

CBD kann durchaus auch in akuten Fällen von Herzrasen helfen. So zeigte eine Studie aus dem Jahr 2010 1)Walsh S. et al, Acute administration of cannabidiol in vivo suppresses ischaemia-induced cardiac arrhythmias and reduces infarct size when given at reperfusion. 2010., dass CBD in der Lage ist, denn Herschlag in den Herzkammern zu normalisieren. Der eigentliche Nutzen liegt aber in der Vorsorgebehandlung.

Zunächst hat CBD Auswirkungen auf zwei der Hauptauslöser für Herzrasen: Stress und erhöhter Blutdruck. Die meisten Menschen, die erstmals mit dem Cannabidiol in Berührung kommen, tun dies wohl, weil die ein natürliches Mittel zur Stressreduktion suchen. Und sie werden fündig, denn CBD reduziert nachweislich das Stresslevel und hilft Personen ihren Alltag besser zu meistern.

Dies geschieht wohl auch, da CBD den Blutdruck senkt 2)Jadoon KA, Ta und Sullivan. A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study. 2017, JCI Insight.. Ein niedriger Blutdruck mindert Belastungen auf das Herz-Kreislauf-Problem und entspannt. Ein Grund übrigens warum sich viele Menschen nach der Einnahme von CBD müde fühlen.

Eine besondere Rolle spielt der Wirkstoff außerdem bei Herzrasen, welches durch eine Ischämie verursacht wurde. Kommt es schlussendlich zur Tachykardie, ist der Infarkt im Durchschnitt kleiner als bei Patienten, die keine vorbeugenden Maßnahmen getroffen haben. Der unregelmäßige Herzschlag normalisiert sich außerdem weit schneller 3)Walsh S. et al, Acute administration of cannabidiol in vivo suppresses ischaemia-induced cardiac arrhythmias and reduces infarct size when given at reperfusion. 2010..

Das Endocannabinoid System

Wie wirkt Cannabidiol im Körper? Das Endocannabinoid-System

Und warum passiert das alles? Weil wir Menschen als Säugetier über ein Endocannabinoid-System verfügen. Dieses produziert Cannabinoide, die speziell zwei Rezeptortypen stimulieren. Wir nennen dieses auch CB1 und CB2.

CBD regt das System an mehr Cannabinoide zu produzieren und so dessen Wirkungsweise zu verbessern. Neben einer Vielzahl an anderen Körperfunktionen, wird hier auch die Herzfrequenz und das gesamte Herz-Kreislauf-System gesteuert. Auch das Immunsystem profitiert dabei.

Und das alles ohne Nebenwirkungen?

“Keine Wirkung ohne Nebenwirkungen!”. Das gilt auch für CBD. Und dennoch kann ich an dieser Stelle Entwarnung geben. Der Wirkstoff hat vergleichsweise sehr geringe Nebenwirkungen, was auch der Grund ist warum ein Einsatz von CBD so viel verträglicher ist als die medikamentöse Behandlung. Diese Begleiterscheinungen können aber durchaus vorkommen:

  • Benommenheit
  • Appetitlosigkeit
  • Allergien
  • Müdigkeit
  • Durchfall
  • Und der (von THC so bekannte) trockene Mundraum

Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat unlängst CBD als unbedenkliches Produkt eingestuft. Würde ich es also jedem uneingeschränkt empfehlen? Fast!

Wer sollte bei der Einnahme von CBD vorsichtig sein?

Es gibt ein paar Personengruppen wo ich CBD nicht gleich empfehlen kann. Für sie gilt, dass ein Arzt die Behandlung überwachen sollte.

  • Kinder: Solange sie noch keine 2 Jahre alt sind. Kaum Forschungsergebnisse zu Auswirkungen und verträglicher Menge, bedeutet leider auch keine Sicherheit bei der Anwendung
  • Schwangere: Zunächst natürlich auch wegen der Weitergabe des Wirkstoffes an das Kind, aber auch weil man mögliche Komplikationen mit der Plazenta festgestellt hat.
  • Personen mit Leberschäden: Eine aktuelle Studie untersuchte die Auswirkung von CBD auf die Leber 4)Ewing L, et al. Hepatotoxicity of a Cannabidiol-Rich Cannabis Extract in the Mouse Model. 2019. Man kam zu dem Schluss, dass CBD vielleicht die Leber angreift. Zur Vorsicht rate ich von der Verwendung ab, wenn du ohnehin schon Probleme mit dem Organ hast.
  • Personen die Medikamente einnehmen: Wechselwirkungen können mit einer Reihe von Medikamenten auftreten. Darunter auch unscheinbare Arzneimittel wie Aspirin. Die meisten Probleme treten dann auf, wenn das Medikament die Enzyme  CYP3A4 und CYP2D6 enthält. Zur Vorsicht sollte hier immer vorher ein Arzt um Rat gefragt werden.

Oft gestellte Fragen

Ich nehme mir hier noch ganz kurz Zeit mit einigen Mythen aufzuräumen. Bereit?

Ist CBD ein Medikament?

CBD ist kein Medikament, sondern derzeit als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft.

Macht CBD high?

CBD macht nicht “high”. Die Produkte enthalten kleine Mengen an psychoaktiven THC. Mit 0,2% ist die Konzentration jedoch zu gering

Ist CBD legal?

JA! CBD Produkte sind in Deutschland und vielen anderen Ländern legal. Der Verkauf unterliegt keiner Apothekenpflicht. CBD ist frei verkäuflich.

Produkte und ihre Vorzüge

Jeder Mensch ist einzigartig, jede Krankheit verläuft anders, aber irgendwie scheint es für alles das richtige CBD Produkt zu geben. Die Vielzahl an Präparaten ist mittlerweile schon sehr verwirrend, deshalb möchte ich die wichtigsten kurz Vorstellen

  • CBD Öl: Ist wohl am weitesten verbreitet und auch das bekannteste Produkt. Kein Wunder, denn das Öl ist sehr vielseitig. Üblicherweise wird es unter die Zunge getropft und dann über die Schleimhäute aufgenommen. Aber auch eine orale Einnahme ist möglich. Nach 10 Minute setzt der Effekt normalerweise ein. Das Öl kommt in verschiedenen Konzentrationen und kann tröpfchenweise dosiert werden.
  • CBD Salben: Salben und Creme sind wohl die einzigen CBD Produkte, die äußerlich angewendet werden können. Das erlaubt eine lokale, zielgerichtete Behandlung von Entzündungen und Schmerzen. Auch die Zeit bis sich die Wirkung entfaltet, ist mit 20 Minuten überschaubar.
  • CBD Liquid: Wenn es schnell gehen muss, ist wohl keine Methode so gut geeignet wie das dampfen von CBD Liquid. Wenige Sekunden nach der Inhalation sollte die Wirkung spürbar sein. Weil Langzeitstudien fehlen und extra Gerätschaften notwendig sind, ist Liquid aber vielleicht nicht für jeden etwas.
  • CBD Lebensmittel: Cookies, Brownies und mehr, sind hervorragend geeignet, um Langzeitbehandlungen durchzuführen. Durch die Aufnahme über den Magen wirken sie deutlich länger und auch der gewöhnungsbedürftige Geschmack von CBD Öl wird überdeckt. Bis eine Wirkung eintritt kann es aber etwas länger dauern.

Natürlich ist mir bewusst, dass es noch eine Vielzahl anderer Produkte gibt, die alle ihre Vor- und Nachteile haben. Die in meinen Augen wichtigsten sind aber hier abgedeckt. Du kannst CBD Präparate übrigens dann einnehmen, wenn du es für richtig haltest. Es gibt keine vorgeschriebene Einnahmezeit und Häufigkeit.

CBD Dosierung

Was ist die optimale Dosis?

Häufig gefragt aber leider nie beantwortet. Da CBD kein Medikament ist, gibt es auch keine offiziellen Vorschriften. Warum auch? Schließlich ist der Effekt von CBD von so vielen Faktoren abhängig, dass eine einheitliche Menge nicht sinnvoll wäre.

Gehe an die Sache mit etwas gesunden Menschenverstand heran. Mache die Dosis von deinem Körpergewicht, physischer Verfassung und Beschwerden abhängig und taste dich einfach langsam heran. Wenn du bei 10 mg anfängst und dich stetig steigerst, wirst du schon bald die Dosierung gefunden haben, die für dich speziell optimal ist.

Und übrigens: Eine Überdosierung ist eigentlich ausgeschlossen. Das Risiko liegt irgendwo rund um 0,..%.

Erfahrungen bei Schlaganfällen

Bevor wir zum Fazit kommen, möchte ich mit dir noch über das Thema Schlaganfälle reden. Ein Schlaganfall ist ein sehr ernster Zustand, bei dem einige Hirnareale nicht mehr richtig durchblutet werden.

Warum ich jetzt davon rede? Weil Schlaganfälle oftmals auf Herzrhythmusstörungen, wie unter anderem Tachykardie, zurückzuführen sind. In dieser Situation zählt jede Sekunde, denn je länger das Gehirn nicht mit Blut versorgt wird, desto schwerere Schäden trägt es davon. Schlussendlich kann dies auch zum Tode führen.

In der Schweiz wurden zu diesem Zweck Untersuchungen zum Einsatz von CBD durchgeführt. Die Ergebnisse sehen wie folgt aus:

“Die Forschung zeigt die entzündungshemmenden, antioxidativen und neuroprotektiven Eigenschaften von CBD. Das Cannabinoid hat eine starke zerebroprotektive Wirkung, die lang anhaltend und antioxidativ ist und daher als potenzielles zukünftiges Therapeutikum bei der Behandlung von ischämischen Schlaganfällen gilt.”

Die Ergebnisse könnten eine große Zukunft für den Einsatz von CBD bei Herzrasen und dessen Folgen bedeuten.

Mein Fazit

Wenn du mich jetzt nach meinem Resümee fragen würdest, dann würde es wohl so aussehen:

Leidest du unter Herzrasen, dann ist der erste Weg zu deinem Arzt. Hier sollten ernsthafte Erkrankungen zunächst ausgeschlossen werden. Im Zuge dessen lässt sich auch gleich der Einsatz von CBD besprechen. Für mich sieht es so aus, dass der Einsatz vor allem vorbeugend sinnvoll ist und gewisse Risiken schon im Keim erstickt.

Beachte bei dem Gebrauch immer die richtige Anwendung und nutze das Produkt, dass für dich am besten geeignet ist. Als Anfänger empfehle ich dir CBD Öl, dank der einfachen Handhabung.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel einen kleinen Input geben und auch mit häufigen Mythen aufräumen. Möchtest du mit mir in Kontakt treten, dann nutze doch gern die Kommentarfunktion. Wie hat dir mein Artikel gefallen? Ich bin auf dein Feedback gespannt.  

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