Meine Recherche zu CBD & Depressionen: Studien & Erfahrungen im Fokus

Mehr als 5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Depressionen. Auch ich neige manchmal dazu Trübsal zu blasen und frage mich dann, ob auch ich von der Krankheit betroffen bin. Denn ja, es ist eine Krankheit (genau so wie es Schnupfen ist) und kann mit Medikamenten aber auch natürlichen Mitteln behandelt werden.

by Jona Decker

CBD Depression

Welche das sind, wie man Depressionen erkennt sowie ob CBD dagegen helfen kann erfährst du unter anderem in diesem Artikel. Vor allem habe ich mich auch gefragt, ob Hanf oder besser gesagt dessen Wirkstoff Cannabidiol, sogar eine Alternative zu klassischen Behandlungsmethoden sein kann? Am Ende des Artikels findest du übrigens eine Studienübersicht mit allen Quellen sowie ein Diskussionsforum. Es würde mich freuen, wenn auch du deine Erfahrungen mit mir teilst!

Was ist CBD?

Falls du eine Behandlung mit CBD gegen Depressionen in Betracht ziehst, solltest du die enthaltenen Inhaltsstoffe kennen sowie Cannabidiol von THC unterscheiden können.

Für medizinische und therapeutische Anwendungen haben zwei Wirkstoffe entscheidende Bedeutung:

  • THC
  • CBD

Beide sind Bestandteil der Cannabispflanze.

  • THC (Tetrahydrocannabinol) ist der psychoaktive Wirkstoff, der von der weiblichen Pflanze gewonnen wird.
  • CBD (Cannabidiol) stellt einen nicht psychoaktiven Wirkstoff dar, welcher ebenfalls in Hanf zu finden ist. Er steht erst seit kurzem im Gespräch, wenn es um den Einsatz bei psychischen und physischen Erkrankungen geht. Unter anderem zur Einnahme gegen Depressionen. Doch wie wirkt das vermeintliche Wundermittel?

CBD und seine Wirkung im Körper

Cannabinoide wirken im sogenannten Endocannabinoid-System, welches ein Teil des menschlichen Nervensystems ist. In diesem werden von Rezeptoren Cannabinoide aufgenommen und weitergeleitet, um auf verschiedene Prozesse einzuwirken. Das Endocannabinoide-System reguliert unter anderem

  • des psychischen Zustand und Stimmungslage
  • die Körperwärme, das Gefühl von Müdigkeit und die Esslust
  • das Immunsystem
  • und das Schmerzempfinden

Alles Faktoren, die für die Behandlung von Depressionen eine entscheidende Rolle spielen können! Studien zufolge (die Übersicht welche das sind findest du weiter unten im Text) kann Cannabidiol entspannend, beruhigend und angstlösend wirken. Klingt vorerst bei der Behandlung von psychischen Problemen vielversprechend. Sehen wir uns nun die Symptome von Depressionen im Detail an.

Definition von Depressionen

Habe ich Depressionen und woran erkenne ich diese? Die WHO beschreibt diese Krankheit als eine psychische Störung, die durch mehrere Faktoren wie Traurigkeit, Schlafstörung, Appetitlosigkeit, geringes Selbstwertgefühl und Interesselosigkeit gekennzeichnet ist.

Es ist also wichtig, nicht gleich jede Stimmungsschwankung oder Unlust als Depression abzustempeln. Ursachen dafür können auch wenig Schlaf und Stress im Alltag sein. Solltest du jedoch öfter unter den oben genannten Anzeichen leiden, solltest du einen Arzt aufsuchen, um eine mögliche Depression zu diagnostizieren.

Symptome von Depressionen

Unter den vielen Symptomen wie anhaltende Schlafstörungen, Einsamkeit, Traurigkeit und vermindertem Selbstwertgefühl, können folgende Anzeichen auf eine Krankheit hinweisen:

  • Müdigkeit und Interessenverlust im Alltag
  • wenig Energie und hohe Reizbarkeit
  • Gewichtsveränderungen durch gestörtes Hungergefühl
  • fehlendes Sexualverlangen
  • negative Gedanken, Angstzustände, Selbstmordgedanken

Definition von Depressionen

Was kann Auslöser einer Depression sein?

Depressionen können viele Gründe haben. Dabei spielen körperliche, psychosoziale und sogar genetische Ursachen eine große Rolle. Begünstigte Faktoren sind hier:

  • Drogenabhängigkeit wie zum Beispiel Alkohol
  • Kindheitstraumata und Stress-Situationen
  • genetische Prädisposition durch Verwandte
  • hormonelle Veränderungen durch Medikamente oder Schwangerschaft

Welche Auswirkungen haben Depressionen im Gehirn?

Das Gehirn ist eine komplexe Maschine, die Botenstoffe transportiert. Vier dieser wichtigen Botenstoffe sind Noradrenalin, Serotonin, Dopamin und Endorphin.

Sie sind für unsere Glücksgefühle verantwortlich. Sollte dort ein Ungleichgewicht auftreten, kann es zu Depressionen kommen.

Um diese biochemischen Prozesse anzupassen, verschreiben Ärzte heutzutage Antidepressiva. Leider gehen diese oft auch mit Nebenwirkungen einher und viele Menschen suchen nach alternativen Behandlungsmöglichkeiten.

Kann mir Cannabidiol dabei helfen, meine Depressionen zu bekämpfen? Sehen wir uns vorher aber noch im Detail an was klassische Ärzte verschreiben.

Die gängigen Behandlungsmöglichkeiten – Alternative in Sicht?

Sollte eine Depression vorliegen, werden in den meisten Fällen vom Arzt Antidepressiva verschrieben. Diese könnten die Botenstoffe wieder in ein Gleichgewicht bringen, haben jedoch oftmals unter anderem folgende Folgen.

  • Schwindelgefühl
  • Blutdruckschwankungen
  • Schlafstörungen, aber auch
  • Magenbeschwerden
  • und sexuelle Funktionsstörungen

Psychotherapien verfolgen das Ziel, Betroffene wieder in positive Denk- und Verhaltensmuster einzugliedern. Meditation und Sport helfen ebenfalls. Für den Betroffenen ist es jedoch oftmals schwer, sich selbst zu überwinden und seine Gefühle zu ordnen.

Wie wirkt CBD gegen Depressionen?

Eine Studie 1)Corroon J, Phillips JA. A Cross-Sectional Study of Cannabidiol Users. Cannabis Cannabinoid Res. 2018;3(1):152–161. Published 2018 Jul 1. zeigte, dass der Wirkstoff verschiedene Anwendungsmöglichkeiten hat. Unter anderem kann er auch bei Depressionen helfen! Das Cannabisextrakt wirkt nämlich gegen Stress und kann den Serotoninspiegel erhöhen.

Eine weitere Forschungsarbeit zeigt einen reduzierenden Effekt bei Probanden mit Schlafstörungen und Angst 2)Shannon S, Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series, Perm J., 2019 sowie Panikattacken.

Studien zufolge, kann Cannabidiol also gegen Depressionen helfen!

Hat CBD Nebenwirkungen?

Zur Zeit gibt es keine Studien, die Nebenwirkungen von CBD belegen. Erfahrungen zufolge können leichte Neben- und Wechselwirkungen auftreten. So sind Übelkeit und trockener Mund manchmal die Folgen von zu hohen Dosierungen. Grundsätzlich können Wechselwirkungen bei der Einnahme von anderen Wirkstoffen auftreten. Dazu gehören

  • Antihistaminika
  • Immunsuppressiva
  • Betablocker

Die Medikamente könnten nach der Einnahme von CBD stärker wirken, also solltest du vorher einen Arzt um Rat fragen. Das sollten auch Schwangere tun. Kinder bis zwei Jahren sollten kein CBD einnehmen.

THC gegen Depressionen?

Sollte eine Depression vorliegen, wird davon abgeraten Gras zu rauchen. THC verstärkt nämlich die Gemütslage und deinen derzeitigen psychischen Zustand. Wenn man sich also schlecht fühlt, wird man sich beim, beziehungsweise nach dem Kiffen, schlechter fühlen. Da THC für den Ausstoß von Dopamin zuständig ist, kann es passieren, dass du nach deinem Joint in ein Loch fällst.

Ich bitte deshalb darum, kein THC zu konsumieren.

CBD Produkte

Welche Formen von CBD gibt es?

Wenn du Cannabidiol testen möchtest, so findest du hier eine kleine Übersicht der besten Einnahmeformen. Vorweg:

Cannabidiol kann man legal und frei im Handel kaufen.

Diese fallen nicht unter das Betäubungsmittelgesetz. Folgende Produkte werden unter anderem vertrieben:

  • CBD Öl
  • CBD-Liquid
  • CBD als Kristalle

Das CBD Öl ist wohl das bekannteste Produkt auf dem Markt. Die Bioverfügbarkeit – also der Prozentsatz an Cannabidiol, der im Körper umgesetzt werden kann – liegt bei maximal 30%. Das Öl wird über die Schleimhäute im Mund aufgenommen und wirkt sehr schnell.

CBD als Liquid wird vaporisiert und gelangt so über die Lungen direkt in den Blutkreislauf. Die Wirkung erfolgt nahezu sofort. Insbesondere bei akuten Schmerzen empfiehlt sich diese Einnahme. Die Bioverfügbarkeit liegt bei 40-50%.

Vorab sollten die Kristalle nur in die Hände von erfahrenen CBD Nutzern gelangen, da diese die reinste Form des CBDs darstellen. Mit 98% entsteht somit ein maximaler Effekt.

Neben diesen Produkten, lassen sich noch Tees, Lutscher, Gummibärchen und andere Lebensmittel finden.

Für Laien und Neueinsteiger wird CBD Öl völlig ausreichen. Mit der Zeit gewöhnt man sich auch an den Geschmack. Mit schmeckt es mittlerweile sogar ganz gut. 🙂

Kann ich Antidepressiva und CBD in Kombination einnehmen?

Diese Frage bekomme ich oft gestellt. Wie weiter oben erklärt, kann dir CBD helfen Symptome von Depressionen zu bekämpfen. Falls du aber bereits Antidepressiva verschrieben bekommen hast, rate ich dir, dich an einen Arzt zu wenden, damit keine Wechselwirkungen auftreten. Die Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind möglich. Wie sich diese im Detail äußern ist derzeit Gegenstand von zahlreichen Studien. Ich halte dich auf dem Laufenden!

Die geeignete Dosis CBD bei Depression

Im Regelfall solltest du immer mit einer niedrigen Dosis starten. Das sagen zumindest die Hersteller und zahlreiche andere Ratgeber.

Falls sich der gewünschte Effekt nicht zeigt und deine Depression weiterhin besteht, kannst du mehrere Tropfen CBD Öl zusätzlich einnehmen. Die empfohlene Menge liegt bei 25 mg, darf aber mit der Zeit angepasst werden. Die Dauer der Wirkung liegt meist bei vier bis sechs Stunden.

Ähnlich wie beim Öl, liegt die Wirkungsdauer beim Liquid bei circa vier Stunden, da das CBD jedoch mit einem Vaporizer aufgenommen wird, tritt die Wirkung sofort ein. Die empfohlene Dosis ist komplett abhängig von der Stärke, dem Vaporizer und dessen Tank. So gibt dir zum Beispiel eine 1 ml Patrone mit 200mg CBD etwa 1-2 mg CBD pro Zug.

Was ich auch herausgefunden habe ist folgender Tipp:

Passe deine Dosis stets deinem Alltag an. Experimentiere und finde heraus, wie viel CBD bei welcher Gelegenheit am besten ist.

Kristalle sind wohl die am schwersten einzuschätzende Form, da sie mit fast 99,9% CBD-Gehalt verkauft werden. Da eine Überdosis bei CBD aber kaum möglich ist, kann es im schlimmsten Fall zu erhöhter Müdigkeit führen. Die empfohlene Anfangsmenge liegt hier bei 10 mg, daher solltest du deinen Kristall vor der Einnahme wiegen.

Studien zu Depressionen und CBD

Hier noch weitere Forschungsarbeiten für dich, damit du dir ein noch besseres Bild machen kannst:

In einer Übersichtsarbeit 3)De Mello Schier AR, Silva AC et al., Antidepressant-like and anxiolytic-like effects of cannabidiol: a chemical compound of Cannabis sativa, CNS Neurol Disord Drug Targets, 2014 kommen Forscher der University of Rio de Janeiro zum Fazit, dass CBD bei Depressionen eingesetzt werden kann. Die Studien zeigt, dass CBD eine antidepressive sowie angstlösende Wirkung aufweist, da sie mit Serotoninrezeptoren im Gehirn kommuniziert. Ähnliche Anmerkungen macht eine Studie, die an Mäusen durchgeführt wurde. 4)Sales AJ et al., Cannabidiol Induces Rapid and Sustained Antidepressant-Like Effects Through Increased BDNF Signaling and Synaptogenesis in the Prefrontal Cortex, Mol Neurobiol. 2019

Erfahrungsberichte von Nutzern mit Depressionen

Im Internet finden sich zahlreiche Feedbacks und Erfahrungsberichte von Nutzern, die Depressionen hatten.

“Ich suchte nach einer Alternative und bin bei meinen Recherchen auf CBD Tropfen gestoßen. Ich ließ mich in einem Hanf Kiosk beraten und habe Tropfen gekauft, die ich täglich 3x einnehme. Nie hätte ich gedacht, dass die Wirkung so gut ist. Die Schmerzen sind viel erträglicher und ich bewältige den Alltag wieder sehr gut und kann Nachts wieder schlafen. Vor allem der Erholsame Schlaf ist ein Segen für mich.”

Es scheint also, dass nicht nur Studien, sondern auch Nutzer die positive Wirkung von CBD bestätigen. Wie immer sollte man aber vorsichtig sein und nicht alles glauben. Mein Tipp daher: Sei immer kritisch und hinterfrage!

Fazit

CBD kann Studien zufolge dabei helfen Symptomen von Depressionen entgegenzutreten. Auch Nutzererfahrungen zeigen überwiegend das gleiche Bild. Ob CBD und vor allem CBD Öl ausreicht, um deine Depression komplett zu “heilen” steht jedoch noch im Raum und wird zusätzliche Langzeitstudien erfordern.

Wenn auch du bereits Erfahrungen mit CBD und Depressionen gemacht hast, teile per Kommentar deine Erfahrungen mit mir! Wie hat er dir gefallen?

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