Wie und ob CBD Einfluss auf den Blutdruck hat

Kann sich die Einnahme von CBD auf den Blutdruck auswirken und bietet es so eine Möglichkeit herkömmliche synthetische Medikamente zu substituieren?

by Jona Decker

CBD Blutdruck

Im Folgenden möchte ich darauf eingehen welche Effekte Cannabidiol auf den menschlichen Körper hat sowie welcher medizinische Nutzen für Patienten hieraus erwächst. Genauer gesagt, nehme ich die Auswirkungen von CBD auf das Herz-Kreislaufsystem sowie den Bluthochdruck unter die Lupe. Dabei stütze ich mich auf wissenschaftliche Ergebnisse, die du am Ende des Artikels einsehen kannst. Viel Spaß!

Was ist Blutdruck?

Alle Organe und sämtliches Gewebematerial des menschlichen Organismus werden durch das Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Der Herzmuskel kontrahiert regelmäßig und entspannt sich wieder, wodurch an den jeweiligen Teil des Organismus Blut gepumpt wird. Das Resultat ist ein Druck auf die Gefäßwände, den man als Blutdruck bezeichnet. Während man bei zu niedrigem Blutdruck zumeist lediglich Symptome wie Schwindel oder Müdigkeit verspürt, ist bei hohem Blutdruck eine ernstzunehmende Erkrankung zu erkennen.

Wie kritisch die Krankheit der Hypertonie, also des Bluthochdruck ist, wird in zweierlei Hinsicht klar. Einerseits ist sie mittlerweile eine Volkskrankheit mit ca. 1,1 Milliarden Betroffenen, andererseits gehen mit ihr erhöhte Risiken an Schlaganfällen und Herzinfarkten einher.

Entstehung von Bluthochdruck

Die Entstehung von Bluthochdruck liegt im übermäßigen Füllen der Gefäße mit Blut durch das Herz. Meistens hängt dieser Umstand mit verengten Blutgefäßen zusammen, jedoch gibt es auch bestimmte Risikofaktoren, die das Entstehen von Bluthochdruck begünstigen:

  • Alkoholkonsum
  • zu wenig Bewegung
  • Stress
  • Fettleibigkeit
  • unausgewogene Ernährungsweise
  • zu salzige Ernährung

Es existieren bereits einige chemische Medikamente auf dem Markt, die den Blutdruck künstlich absenken. Dies wird jedoch von vielen unerwünschten Nebenwirkungen begleitet, weshalb Forscher unentwegt auf der Suche nach einer natürlich biologischen Alternative sind.

Ein vielversprechendes Gebiet der Forschung beschäftigt sich mit der Möglichkeit Hypertonie, also Bluthochdruck, mit CBD zu therapieren und so die Beschwerden und gesundheitlichen Risiken der betroffenen Patienten auf natürliche Weise zu minimieren.

Einige Studienberichte und Arbeiten (Details findest du weiter unten im Artikel) heben eine positive Wirkung von CBD auf den Blutdruck hervor, denn CBD kann entspannend wirken und könnte somit auch positiven Einfluss auf den Blutdruck nehmen.

Behandlung bei Blutdruck

Gibt es Alternativen zu konventionellen Medikamenten?

Mikronährstoffe sind nach heutigem Erkenntnisstand dazu geeignet Bluthochdruck entgegenzuwirken und somit eine Alternative zu herkömmlichen synthetischen Medikamenten. Insbesondere die pflanzlichen Stoffe OPC und Astaxanthin wirken stärkend auf das Kreislaufsystem und schützen die Zellen vor oxidativem Stress. Folsäure und die Vitamine B6 und B bauen Homocystein ab, welches sich schädigend auf die Gefäßwände auswirkt. Ferner liegen Magnesium, Vitamin D3 und Omega-3-Fettsäuren positive Wirkungen auf Blutdruck und Körper inne.

Begleitend zur Therapie mit CBD ist auch ein auf pflanzlicher Nahrung basierender, gesunder Lebensstil zu nennen, um Einfluss auf den Blutdruck zu nehmen. Beispiele hierfür sind:

  1. Ausgewogene Ernährungsweise: Eine gesunde Ernährung ist die Grundlage einer guten Gesundheit. Dies gilt auch im Besonderen für den Blutdruck. Lebensmittel die diesen senken können sind beispielsweise Knoblauch, Olivenöl, Haferflocken und Ingwer.
  2. Sportliche Aktivität und Bewegung: Im Alltag ist auf ein ausreichendes Maß an Bewegung zu achten und auch ansonsten ist die sportliche Aktivität maßgeblich daran beteiligt die Gesundheit aufzubauen und zu erhalten. Hinsichtlich des Blutdrucks wirkt sich Sport positiv aus, da es die Gefäßwände durch kurzzeitig erhöhten Blutdruck dehnt und sie somit elastischer macht. Dies wiederum senkt insgesamt den auf ihnen lastenden Druck und wirkt somit der Entstehung beziehungsweise Auswirkung von Bluthochdruck entgegen.
  3. Aromatherapie: Als Begleittherapie zu anderen Verfahren ist dies besonders gut geeignet, da Therapien mit beispielsweise Majoran oder römischer Kamille keine Nebenwirkungen aufweisen. Durch die in ihnen enthaltenen Monoterpene wird die Entspannung gefördert, wodurch auch der Blutdruck sinkt.
  4. Nahrungsergänzungsmittel: Durch den Mangel an Magnesium und Vitamin D3 wird die Entstehung von Bluthochdruck begünstigt. Eine Aufnahme gesondert von der Ernährung wird somit empfohlen. Das Coenzym Q10 soll allerdings stark blutdrucksenkend wirken.
  5. Entspannungsverfahren:  Der Abbau von Stress durch zum Beispiel Meditation wird als sehr wichtig erachtet um der Entstehung von Hypertonie vorzubeugen.

Bevor ich im Folgenden detailliert auf die Wirkungsweise von CBD im menschlichen Körper eingehe, gilt es ein wichtiges Missverständnis auszuräumen.

Ist CBD mit THC gleichzusetzen? Was hat es mit CBD Öl auf sich?

Oftmals wird die Einnahme von CBD-haltigen Produkten mit dem “Kiffen” verwechselt. Dabei sind dies ganz verschiedene Dinge.

CBD, oder auch Cannabidiol, besitzt im Gegensatz zum THC, Tetrahydrocannabidiol, keine psychoaktive Wirkung. Der THC-Gehalt, der in legalen Produkten enthalten sein darf, liegt bei maximal 0,2%. Somit sind CBD-haltige Produkte keine illegalen Drogen, die abhängig machen, sondern pflanzliche Heilmittel. Viele dieser Produkte werden in eigens dafür vorgesehenen Läden verkauft.

CBD Wirkung

Welche Wirkung entfaltet CBD im menschlichen Körper?

Im CBD Öl sind zahlreiche Ballaststoffe, Spurenelemente, Vitamine, Mineralstoffe, Proteine und ungesättigte Fettsäuren enthalten. Dies begünstigt die Einnahme des Öls als Nahrungsergänzungsmittel. Folgende Stoffe sind im Öl enthalten:

  • Kalzium
  • Vitamin B1
  • Vitamin B12
  • Vitamin E
  • Kalium
  • Eisen
  • Magnesium

Neben diesen gesunden Inhaltsstoffen, bietet Cannabidiol mehr! Auch als natürliches Schmerzmittel, zur Behandlung von Schlafstörungen oder als Entzündungshemmer 1)Epifanio Mondello et al. Cannabinoids and spinal cord stimulation for the treatment of failed back surgery syndrome refractory pain; J Pain Res. 2018; 11: 1761–1767 findet es Einsatz. Sehen wir uns die Wirkung im Detail an.

Reguliert CBD den Blutdruck?

Durch die beruhigende und stressabbauende Wirkung liegt es nahe, dass CBD auch im Umgang mit Bluthochdruck eine Verwendung erfährt. Dieser errechnet sich aus der Menge des Blutes, das vom Herzmuskel in einer Minute in ein Gefäß gepumpt wird. Normalwerte liegen zwischen 105 und 140 mmHg. Jeder Wert über den 140 mmHg wird als Hypertonie beziehungsweise Bluthochdruck bezeichnet.

Eine erste blutdrucksenkende Wirkung, wurde in Studien anhand der Gabe von THC & CBD und einem Placebo an Menschen untersucht. Hierbei kam man zu den Schluss, dass Tetrahydrocannabinol gegenüber CBD viele Nachteile mit sich bringt. Im Gegensatz zum Cannabidiol treten bei THC starke Blutdruckschwankungen auf, die wiederum negative Symptome wie Schwindel und Übelkeit hervorrufen können.

Vielversprechender ist hier die Therapie mit CBD, 2)Martin-Santos R.;Acute Effects of a Single, Oral dose of d9-tetrahydrocannabinol (THC) and Cannabidiol (CBD) Administration in Healthy Volunteers;Current Pharmaceutical Design, da diese den unangenehmen Effekt ausschließt bei ebenso blutdrucksenkender Wirkung.

Bei einigen Untersuchungen zeigte sich eine positive Verbesserung des Blutdrucks der Probanden selbst in Stresssituationen, bei extremen Temperaturen oder größerer Belastung. Verabreicht wurden jeweils größere Dosen CBD.

Ist CBD geeignet Bluthochdruck vorzubeugen?

Bei der Entstehung von Bluthochdruck spielen viele wichtige ernährungs- und verhaltensbedingte Faktoren eine Rolle. Durch den entzündungshemmenden Effekt des CBD, hilft es verkalkten Arterienwänden und entzündungsbedingten Ursachen vorzubeugen und somit auch Bluthochdruck vorzubeugen. Wichtig bei der Entstehung von Hypertonie bleibt jedoch die Anpassung und Beobachtung der insgesamten Lebensumstände, wie Stressabbau und Ernährungsweise.

Bekannte Nebenwirkungen von CBD

Zunächst ist festzustellen, dass die Nebenwirkungen bei der Einnahme von CBD relativ gering sind, dennoch ist auf diese zu achten. Insbesondere eine Überdosierung kann mit Durchfall, Schläfrigkeit oder Appetitlosigkeit einhergehen. Daher ist es nicht empfohlen, dass CBD von schwangeren Frauen oder Kindern bis einschließlich zwei Jahren eingenommen wird.

Bei einer bestehenden Einnahme von Medikamenten wie Diazepam oder Omeprazo ist vor der Einnahme von CBD ein Arzt zu konsultieren.

Das Risiko einer Abhängigkeit ist nahezu auszuschließen, da durch die Einnahme von CBD kein Gefühl des Hochs entsteht.Dies ist unter anderem auch der Grund weshalb es legal verkäuflich und für jedermann zu erwerben ist.

CBD Produkte

Produktübersicht: Welche Produkte sind auf dem Markt?

Diese Möglichkeiten der Einnahme bieten sich dir zurzeit auf dem Markt:

  • CBD Öl (das beliebteste Produkt)
  • CBD Kapseln
  • CBD Tee
  • CBD Kristalle
  • CBD Cremen

Am beliebtesten ist das CBD Öl, das sich auch wegen seinen anderen gesunden Inhaltsstoffen in der medizinischen Behandlung bewährt hat.

Bekannte Alternativen zum CBD Öl

Neben der Einnahme von CBD über das Öl, kann man sich auch einen Tee aufbrühen. Hierbei gilt es zu beachten, dass je höher der Anteil von CBD im Tee ist, desto stärker ist die Wirkung auf den Körper. Die meisten Tees haben einen CBD Anteil von 1-10%.

Auch in der Form von Liquids in der E-Zigarette lässt sich Cannabidiol konsumieren. Hierbei gelangt der Wirkstoff über die Lungenbläschen in den Kreislauf. Die Wirkung setzt sehr schnell ein, allerdings ist der Geschmack hier intensiv.

In Kapselform kann man es auch konsumieren. Hierbei nimmt man CBD-Kapseln oral ein und diese lösen sich im Magen auf. Ein Vorteil hiervon ist, dass der Beigeschmack von CBD am geringsten ist, jedoch hält die Wirkung mit dieser Methode sehr lange an. Zu beachten gilt auch, dass keine unerwünschten anderen Stoffe in den Kapseln enthalten sind.

Die korrekte Dosierung bei Bluthochdruck

Zunächst gilt es den individuellen Bedarf in einem Gespräch mit dem Arzt zu bestimmen, um die richtige Dosierung herauszufinden. Hersteller geben den durchschnittlichen Bedarf so an, dass Bluthochdruckpatienten zwei bis dreimal täglich drei Tropfen des Öls zu sich nehmen sollen, um den Blutdruck zu senken. Hierbei senkt sich bei anhaltender Einnahme des Öls der Blutdruck dauerhaft und trägt somit zu einer erheblichen Entlastung des Herz-Kreislaufsystems bei.

Studien zum Thema CBD in medizinaler Verwendung

In den letzten Jahren wurden viele Studien zum Thema alternativer und natürlicher Therapieformen mittels Marihuana und CBD durchgeführt. Begonnen hat dies mit Experiment an Ratten, denen der in Marihuana enthaltene psychoaktive Wirkstoff THC verabreicht wurde. Dies hatte zum Ergebnis, dass der Blutdruck gesenkt wurde, allerdings wurde dieser Stoff als medizinisches Mittel wegen den vielen unerwünschten Nebenwirkungen ausgeschlossen.

Aktuellere Studien nehmen den Wirkstoff CBD in den Fokus. Hinsichtlich des therapeutischen Potenzials von CBD für Hypertonie wurde in folgender Studie 3)Khalid A. Jadoon, A single dose of cannabidiol reduces blood pressure in healthy volunteers in a randomized crossover study, JCI Insight. 2017 neun Probanden CBD verabreicht, anderen ein Placebo. Es zeigte sich eine deutliche Senkung des Blutdrucks in Stress- und Belastungstests unter den Probanden, welche das Cannabidiol Präparat verabreicht bekamen.

Zurzeit widmet sich der Physiologie-Professor der Tulane University School of Medicine, Andrei Derbenev, einer 2016 in einem Fachartikel angekündigten Studie, die untersuchen soll, wie CBD auf das Großhirn und den Blutdruck wirkt. Die von vielen Medizinern und Forschungskollegen antizipierte Studie ist für vier Jahre finanziert.

Kann CBD den Blutdruck auch erhöhen?

Ausgehend von den viel versprechenden Resultaten der Forschung zur Therapie des Bluthochdrucks mit CBD, stellt sich die Frage, ob CBD auch Menschen mit zu niedrigem Blutdruck helfen kann. Hierzu lässt sich aus wissenschaftlicher Sicht keine eindeutige Antwort geben, da der Erkenntnisstand zu gering ist.

Aufgrund der senkenden Wirkung, gehe ich jedoch nicht davon aus, dass der Wirkstoff gleichzeitig auch blutdruckerhöhend wirken kann.

Schlussfolgerung

In diesem Artikel habe ich aufgezeigt, dass sich CBD gemäß Studien als natürliches Ergänzungsmittel zur klassischen synthetischen Medikation zur Therapie von Hypertonie durchaus eignen kann. Die Vorteile sind vor allem die geringen Nebenwirkungen und die leichte Einnahme.

Zunächst sollte vor einer Einnahme ein Arzt konsultiert werden, um die etwaigen individuellen Gegebenheiten abschätzen zu können.

Teile doch deine Erfahrungen mit mir! Wie hat dir der Artikel gefallen?

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