CBD gegen Angst – Studien, Dosierung & Nebenwirkungen analysiert

Leidest du an Ängsten, die deinen Alltag einschränken? Suchst du nach Abhilfe, die nicht mit einer langen Liste an Nebenwirkungen einhergeht?

by Jona Decker

CBD gegen Angst

Dann bist du nicht allein! Immer mehr Menschen interessieren sich für CBD (auch Cannabidiol genannt) und fragen sich, ob es gegen Angst wirklich helfen kann. Ich habe mich daher auf Recherche begeben. In diesem Artikel stelle ich wissenschaftliche Untersuchungen vor und erkläre welches Produkt bei Ängsten sinnvoll ist und wie du dieses dosieren solltest. Zum Schluss gebe ich dir noch ein paar Ratschläge für den Kauf von Cannabisextrakten, um ja saubere und legale Produkte zu kaufen.

Was sind Ängste und wann steckt eine Angststörung dahinter?

Wir alle befinden uns ja manchmal in einer Situation, in der wir Stress, Nervosität und vielleicht sogar richtige Angst empfinden. Diese Emotionen sind völlig normal und dazu gedacht, uns vor Gefahren zu schützen. Es kann jedoch passieren, dass normale Ängste in einen chronischen Zustand übergehen oder Nervosität extreme Formen annimmt. Dann kann es sein, dass aus den normalen Ängsten ein ernstes Problem geworden ist.

Ängste sind in unserer Gesellschaft weit verbreitet und besitzen unterschiedliche Ausprägungen. Dies sind die häufigsten:

  • Generalisierte Angststörung: Diese Angst macht sich dadurch bemerkbar, dass der Betroffene unter ständiger Anspannung und Besorgnis im Alltag leidet.
  • Panikattacken: Panikattacken äußern sich dadurch, dass die betroffene Person akute, unerwartete und extreme Formen von Angst erfährt.
  • Agoraphobie: Diese Angst kann durch Enge oder Weite ausgelöst werden. Menschen geraten in einen Zustand der Angst, wenn sie beispielsweise auf einem weiten Feld stehen oder sich in einem engen Aufzug befinden.
  • Soziale Phobie: Hier leiden Menschen unter der ständigen Angst, dass andere Leute über sie urteilen oder schlecht denken.
  • Posttraumatische Belastungsstörung: Dies ist eine Angst, die durch ein traumatisches Ereignis ausgelöst wurde wodurch die betroffene Person in konstanter Angst lebt.

Welche Symptome und Ursachen haben Ängste & Phobien?

Obwohl es generelle Krankheitsbilder bei Angststörungen gibt (auf die ich im vorangegangenen Abschnitt eingegangen bin), sind die Symptome von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Das bedeutet, dass jeder Furcht individuell erlebt. Es gibt aber doch einige Symptome, die die meisten Menschen teilen. Diese sind:

  • Unruhe
  • Herzrasen
  • Gereiztheit
  • Schlafstörungen
  • Schmerzhafte Erinnerungen
  • Konstante Besorgnis und Anspannung
  • Probleme mit der Konzentration und dem Gedächtnis

Diese Symptome können auch von ganz normaler Angst oder Stress herrühren. Problematisch werden sie dann, wenn sie zum Dauerzustand werden. Ich habe gelesen, dass die Symptome bereits als Angststörung gelten, wenn die Person sie länger als sechs Monate erfährt. Die Auslöser sind vielfältig. Zu ihnen gehören:

  • Genetische Prädispositionen
  • Private oder berufliche Stresssituationen
  • Medikamente oder intensive Behandlungen einer Krankheit
  • Hormonelle Fehlfunktionen oder nicht korrekte Ausrichtungen der Signale im Gehirn
  • Medikamenten-, Alkohol-, oder Drogenmissbrauch und deren Entzugserscheinungen

Behandlungsmethoden bei Angst

Konventionelle Behandlungsmethoden

Ängste werden auf unterschiedlichen Ebenen behandelt. Meistens beinhaltet die Behandlung

  1. Eine Veränderung des Lebensstils
  2. Psychotherapeutische Begleitung
  3. Medikamentöse Behandlung bei Bedarf

Je nach Schwere der Erkrankung und wie stark sie den Alltag der betroffenen Personen einschränkt, reichen die Veränderung des Lebensstils und die Psychotherapie nicht aus. Dann ist eine medikamentöse Behandlung notwendig.

Gängige Medikamente sind Anti-Depressiva und Beruhigungsmittel. Allerdings haben diese Mittel eine Kehrseite, nämlich Nebenwirkungen. Im Gegenzug zu einem Alltag mit weniger Angst erfahren die Menschen oftmals: Abgeschlagenheit, Lustlosigkeit und fehlende Energie, Konzentrationsprobleme bis hin zum Gedächtnisschwund, Kopfschmerzen und Sehstörungen, Gewichtsschwankungen und sogar Alpträume.

Diese vielen und häufig auftretenden Nebenwirkungen sind der Grund, warum immer mehr Menschen nach natürlichen Heilmitteln suchen. Heilpflanzen wie Baldrian, Melisse, Hopfen, Johanniskraut und Passionsblume werden oft eingenommen. Wenn die Angstzustände jedoch stärker werden, müssen auch natürliche Mittel höher dosiert werden. Diese sind nur noch auf Rezept erhältlich. Ein gängiges Medikament auf Basis von Johanniskraut kann dann ebenfalls Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Unruhe, Hautausschläge, Lichtempfindlichkeit und Verdauungsstörungen auslösen.

Wenn du durch deine Angstzustände sowieso schon im Alltag eingeschränkt bist und nach mehr Ruhe suchst, sind diese Nebenwirkungen natürlich nicht gerade das, wonach du suchst. Viele von Ängsten betroffene Menschen interessieren sich daher für CBD als Alternative zu konventionellen Medikamenten und anderen pflanzlichen Mitteln.

Wie wirkt CBD gegen Angst?

CBD ist ein Cannabinoid aus der Cannabispflanze. Es besitzt viele Vorteile für die Gesundheit bei Mensch und Tier und kann unterschiedliche Beschwerden lindern. Aber warum ist das eigentlich so?

Wir alle besitzen ein bestimmtes Nervensystem, das Endocannabinoid-System (ECS). Dieses ist daran beteiligt, bestimmte körperliche Prozesse wie Stimmung, Schlaf, Gedächtnis, und sogar Schmerzempfinden zu regulieren. Es besteht aus den Neurorezeptoren CB1 und CB2, die sowohl im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark), als auch im Immunsystem sitzen. An diese Rezeptoren binden sich körpereigene Endocannabinoide.

Wenn wir das Cannabinoid CBD zu uns nehmen, stimuliert es das ECS und lockt mehr Endocannabinoide hervor. Das Ziel ist, dass diese im Gleichgewicht sind. Indem auch die Stimmung reguliert wird, besitzt CBD das Potential, positiv bei Ängsten zu wirken. Im Speziellen bedeutet das, dass CB1 Einfluss auf die Serotonin-Aufnahme im Gehirn besitzt. Außerdem besitzt CBD nachgewiesenerweise einen entspannenden und stressreduzierenden Effekt. Diese Eigenschaften, zusammen mit einer verbesserten Serotonin-Aufnahme, sind es, die CBD wirksam gegen Angst 1)Shannon S, Cannabidiol in Anxiety and Sleep: A Large Case Series, Perm J., 2019 machen können. Eine detaillierte Studienübersicht zur Wirkung findest du weiter unten im Text.

CBD Nebenwirkungen

Sind Nebenwirkungen zu erwarten?

Nun habe ich bereits angerissen, dass konventionelle Medikamente gegen Ängste oftmals unangenehme Nebenwirkungen haben. Wenn du glaubst, dass Cannabidiol ganz ohne auskommt, muss ich dich leider enttäuschen.

Auch Cannabidiol kann Nebenwirkungen haben – jedoch in deutlich geringerem Maße. Zu beobachteten sind insbesondere folgende Erscheinungen: Schläfrigkeit, Durchfall, Veränderungen des Appetits und ein trockener Mund. Hauptsächlich treten diese Nebenwirkungen bei hohen Dosierungen auf. Daher hat auch die Weltgesundheitsorganisation befunden, dass CBD sicher ist 2)WHO: CANNABIDIOL (CBD). Critical Review Report, hier im Volltext, 2018.

Dennoch gibt es einige Personengruppen, die CBD nicht einnehmen sollten. Diese sind:

  • Kinder unter zwei Jahren und stillende Mütter. Das liegt daran, dass man noch nicht weiß, wie sich CBD auf Säuglinge auswirkt.
  • Menschen mit Leberschäden. CBD kann diese eventuell verschlimmern und zu Vergiftungen führen. Das wurde jedoch noch nicht durch Humanstudien bestätigt.

Außerdem musst du vorsichtig sein, wenn du bereits Medikamente einnimmst. Da CBD auf ein bestimmtes Enzym in der Leber einwirkt, können Wechselwirkungen mit den Medikamenten entstehen, auf welche dieses Enzym ebenfalls wirkt. Betroffen sind alle Medikamente, die eine “Grapefruit-Warnung” besitzen. Die Liste ist ganz schön lang, daher solltest du mit einem Arzt sprechen, wenn du Medikamente einnimmst und gleichzeitig CBD nehmen möchtest. Es gehören aber auch weit verbreitete Medikamente wie Aspirin oder Antibiotika dazu.

Macht Cannabidiol “high”?

Wenn du dir noch Sorgen machst, dass CBD dich vielleicht “high” macht, dann kann ich dich beruhigen. Das wird nicht passieren, da CBD nicht psychoaktiv wirkt. Daher macht es auch nicht abhängig und der Körper entwickelt keine Toleranz ihm gegenüber. Der psychoaktive Wirkstoff der Cannabispflanze ist THC, dieser kommt in guten, und vor allem legalen, CBD Produkten nur ganz gering vor. Um in Deutschland legal und frei verkäuflich zu sein darf ein CBD Produkt maximal 0,2 Prozent THC aufweisen.

Wie nehme ich CBD gegen meine Angst am besten ein?

CBD ist derart beliebt, dass es mittlerweile eine ganze Reihe an unterschiedlichen CBD Produkten gibt. Du kannst dein CBD also ganz nach deinen persönlichen Vorlieben einnehmen. Zu den beliebtesten Produkten gehören:

  • CBD Öl. Das ist mit Abstand die beliebteste Einnahme-Form, da sie praktisch und relativ genau zu dosieren ist.
  • CBD Kapseln. Auch die Kapseln werden immer beliebter, da sie die präziseste Dosierung ermöglichen, praktisch und dabei geschmacksneutral sind.
  • CBD Liquid (zum Verdampfen in einem Vaporizer). CBD Liquid wirkt sehr schnell und gut, weil die Aufnahme über die Lunge eine sehr hohe Bioverfügbarkeit besitzt.
  • CBD Lebensmittel (vor allem Gummibärchen). Gummibärchen schmecken besonders Kindern gut und lassen sich sehr gut dosieren.
  • CBD Salben und Cremes. Diese eignen sich für die äußerliche Anwendung bei entzündlichen Hautkrankheiten, Gelenkschmerzen und Schwellungen.

Wenn du unter Ängsten leidest, eignen sich für dich vor allem die folgenden Einnahme-Weisen:

  1. Oral. Du kannst das Öl, Kapseln und Gummibärchen oral einnehmen. Das Öl kannst du pur oder in Säften und Smoothies einnehmen. Kapseln und Gummibärchen benötigen etwas mehr Zeit, bis sie wirklich wirken, da das CBD über den Verdauungstrakt aufgenommen wird.
  2. Sublingual. Du kannst dir deine individuelle Dosierung CBD Öl direkt unter die Zunge träufeln und circa eine Minute einwirken lassen. Dadurch gelangt es direkt in die Blutbahn und wirkt sehr schnell.
  3. Verdampfen. Wenn du gerne rauchst, kann das eine sehr gute Art für dich sein, CBD einzunehmen. Diese Form ist besonders bei akuten Ängsten oder Panikattacken zu empfehlen, da das CBD so gut wie unmittelbar wirkt.

Da CBD weder abhängig macht, noch eine Toleranz ihm gegenüber hervorruft, kannst du es sowohl akut, kurweise und sogar auch dauerhaft einnehmen. Viele Menschen, die CBD gegen ihre Ängste nehmen es dauerhaft täglich ein und in akuten Fällen zwischendurch, je nach persönlichem Bedarf.

CBD Dosierung

Wie sollte ich bei Angst, Panik und Phobien dosieren?

Die Dosierung von CBD ist definitiv etwas sehr Individuelles. Da jeder Körper unterschiedlich ist, wirkt CBD auch anders. Ein weiterer wichtiger Faktor ist dein Körpergewicht. Generell brauchen größere, schwerere Menschen eine höhere Dosierung als kleine, leichte.

Ein weiterer Faktor ist die Konzentration deines Öls. Du kannst Öle meist mit 5 Prozent oder 10 Prozent CBD Anteil kaufen. Ein 5 Prozent Öl in einem 10 ml Fläschchen besitzt einen Gesamtgehalt an CBD von 500 mg. Ein 10 Prozent Öl in einem 10 ml Fläschchen besitzt einen Gesamtgehalt von 1000 mg CBD.

Wie viel CBD du einnehmen solltest, hängt auch von der Schwere deiner Angst ab. Eine Analyse der vorhandenen wissenschaftlichen Literatur 3)Soares V.P., Campos A.C.: Evidences for the Anti-panic Actions of Cannabidiol., hier im Volltext, Curr Neuropharmacol. 2017 ergab, dass Dosierungen von CBD gegen Angst je nach Person und Ausprägung ganz unterschiedlich wirken. Ich empfehle dir hier wirklich, dich am besten mit einem Arzt abzusprechen.

Ein weiterer Tipp ist, mit einer geringen Dosierung zu beginnen. Wenn du zum Beispiel noch keine Erfahrung mit CBD hast, reichen vielleicht schon 1-3 Tropfen eines 5 Prozent Öls, um deine Ängste in den Griff zu kriegen. Bei Ängsten ist eine geringe Dosierung oft schon ausreichend und sogar erfolgversprechender. Die Einnahme zweimal täglich ist weit verbreitet, morgens und abends. Morgens hilft das CBD, entspannt durch den Tag zu kommen während es abends die Schlafqualität und -Quantität fördert.

Noch ein Wort der Beruhigung: Du kannst CBD so gut wie nicht überdosieren. Wenn du aus Versehen eine zu hohe Dosierung zu dir nimmst, kannst du schläfrig werden. Ernsthafte Bedrohungen für deine Gesundheit gibt es aber nicht.

Zu welchen Ergebnissen kommen Studien?

Es gibt immer mehr Studien zu CBD und Ängsten. Nachfolgend fasse ich dir einige wichtige zusammen, so dass du bei Interesse selbst ein bisschen recherchieren kannst.

  • Laut zwei Studien 4)Crippa: Neural basis of anxiolytic effects of cannabidiol (CBD) in generalized social anxiety disorder: a preliminary report., Journal of Psychopharmacology 2011 5) Bergamaschi: Cannabidiol Reduces the Anxiety Induced by Simulated Public Speaking in Treatment-Naïve Social Phobia Patients., Neuropsychopharmacol 2011 kann CBD wirksam bei Symptomen von sozialer Phobie sein und diese deutlich verringern.
  • Eine weitere Studie 6)Blessing, E.M., Cannabidiol as a Potential Treatment for Anxiety Disorders., hier im Volltext, Neurotherapeutics 2015 zeigt, dass CBD bei verschiedenen Angststörungen wirksam sein kann. Die Studie wurde an Probanden mit sozialer Phobie, Panikattacken, Zwangsstörung, generalisierte Angststörung und posttraumatische Belastungsstörung durchgeführt. Die Wissenschaftler schlossen, dass CBD sehr vielversprechend für die Behandlung der unterschiedlichen Angststörungen sein kann.
  • Die Wirksamkeit bei Posttraumatischer Belastungsstörung wurde auch in einer Fallstudie 7)Shannon S: Effectiveness of Cannabidiol Oil for Pediatric Anxiety and Insomnia as Part of Posttraumatic Stress Disorder, Perm J. 2016 dargelegt. Dort konnten generelle Symptome und Schlafstörungen bei einem 10-jährigen Kind deutlich verringert werden.

Wie finde ich das beste CBD Öl

Worauf sollte ich vor dem Kauf achten?

Wenn du dich jetzt dafür entschieden hast, CBD gegen Angst selbst auszuprobieren, gebe ich dir noch einige Ratschläge, worauf du beim Kauf achten solltest. Um ein wirklich qualitativ hochwertiges Produkt zu erhalten, sollte es:

  • Aus biologischem Anbau stammen. Damit verhinderst du, dass sich Rückstände in deinem Produkt finden.
  • Ein Vollspektrum-Produkt sein, das neben CBD noch weitere Cannabinoide enthält. Dadurch verstärken sich die Inhaltsstoffe gegenseitig.
  • Maximal 0,2 Prozent THC enthalten.
  • Ein Analysezertifikat besitzen, damit du wirklich überprüfen kannst, was in deinem Produkt drin steckt.

Fazit

Bei meiner Recherche war ich überrascht, wie viele Studien bereits eine positive und vielversprechende Wirkung von CBD gegen Angst aufzeigen konnten. Der große Vorteil liegt auch darin, dass CBD im Gegensatz zu konventionellen Medikamenten kaum Nebenwirkungen besitzt. Wichtig ist nur, dass du deine individuelle Dosierung ermittelst und ein qualitativ hochwertiges Produkt wählst.

Was sagst du dazu? Hast du vielleicht schon Erfahrungen mit CBD gegen Angst gemacht? Ich freue mich, wenn du deine Meinung und Erfahrungen mit mir und den anderen Lesern in den Kommentaren teilst.

Quellen   [ + ]

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